Schlechte Umfragewerte vor der Bundestagswahl: Peer Steinbrück setzt voll auf Sieg

Schlechte Umfragewerte vor der Bundestagswahl : Peer Steinbrück setzt voll auf Sieg

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück setzt mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst trotz schwacher Umfragewerte weiter auf Sieg.

"Ich spiele nicht auf Platz", sagte er der "Passauer Neuen Presse" kurz vor seinem Auftritt beim Politischen Aschermittwoch im bayerischen Vilshofen an diesem Mittwoch.

Er verwies zudem auf seine Erfahrungen mit bayerischen Festzelten: "Vor drei Jahren in Gillamoos im Bierzelt hat es ganz gut geklappt. Danach hieß es, Steinbrück habe im Vergleich mit der CSU-Konkurrenz ein Unentschieden erreicht. Dieses Mal will ich mehr."

Der rot-grüne Erfolg bei der Landtagswahl in Niedersachsen habe der SPD "Selbstbewusstsein und Motivation" gebracht, sagte Steinbrück. "Wir haben inzwischen vier Bundesländer zurückgewonnen - Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen."

Der SPD-Kanzlerkandidat will sich von seinem Umfrage-Rückstand zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht beirren lassen. "Abwarten! Der Wahlkampf hat noch nicht begonnen. Er wird auch nicht allein von den Spitzenkandidaten entschieden, sondern vom Zusammenwirken von Programm, Partei und Kandidat, wie Niedersachsen gezeigt hat."

Steinbrück sagte, er reise durch die Republik und höre den Menschen zu, welche Probleme sie haben, was ihren Alltag bewege. "Das sind unsere Themen: Gerechtigkeit, Wirtschaft und Arbeit, soziale Vorsorge, Bildung, Wohnen und Kinderbetreuung." Er werde einige Grundsatzreden halten, zur Außen- und Sicherheitspolitik, zum Zustand Deutschlands 23 Jahre nach der Wiedervereinigung und zum Thema Integration.

Als möglichen Termin für die Vorstellung seines "Schattenkabinetts" nannte Steinbrück den 14. April - den Tag der Verabschiedung des Wahlprogramms beim Bundesparteitag in Augsburg. "Das Kompetenzteam wird mit Frauen und Männern gleichermaßen besetzt - mehr ist heute nicht zu sagen." Und nicht jedes Mitglied sei "gleich als Minister gesetzt".

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(dpa/nbe)