Vorsitzender der Jungen Union: Paul Ziemiak soll neuer Generalsekretär der CDU werden

Vorsitzender der Jungen Union : Paul Ziemiak soll neuer Generalsekretär der CDU werden

Der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, soll neuer Generalsekretär der CDU werden. Ein entsprechendes Angebot der neuen Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer soll Ziemiak am Freitagabend angenommen haben. Dies erfuhr unsere Redaktion aus Parteikreisen.

Demnach hatten sich Kramp-Karrenbauer, Ziemiak und der NRW-CDU-Chef Armin Laschet am Rande des Delegiertenabends getroffen, um die Personalie zu besprechen. Mit Ziemiak bindet Kramp-Karrenbauer einen Vertreter des konservativen Flügels und einen Unterstützer ihres Gegners Friedrich Merz in die Parteizentrale ein. Der in Polen geborene 33-Jährige hatte sich einen Tag vor dem Parteitag bei einem Treffen der Jungen Union als Unterstützer von Jens Spahn und Friedrich Merz zu erkennen gegeben. Er wolle als CDU-Politiker aus dem Sauerland seine Heimat NRW bei der Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden berücksichtigen. Die Delegierten haben das so verstanden, dass Ziemiak im ersten Wahlgang Jens Spahn und im zweiten Friedrich Merz wählen werde.

Ziemiak ist seit 2017 Bundestagsabgeordneter und seit 2014 Vorsitzender der Jungen Union, die mit rund 115.000 Mitgliedern die größte politische Jugendorganisation in Europa ist. Im Oktober wurde er mit 91 Prozent als JU-Chef wiedergewählt. Nach einem Jura-Studium in Osnabrück und Münster arbeitete Ziemiak bei der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers. 2014 hatte er sich in einer Kampfkandidatur gegen Benedict Pöttering als neuer Bundesvorsitzender der Jungen Union durchgesetzt. In den vergangenen Jahren galt Ziemiak als enger Vertrauter von Jens Spahn. Doch als Friedrich Merz seine Kandidatur ankündigte, wollte sich der Sauerländer Ziemiak nicht öffentlich als Unterstützer von Spahn bekennen.

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