1. Politik
  2. Deutschland

Parteivorsitz der CDU: Parteikollegen fordern Jens Spahn auf

Kampf um CDU-Vorsitz : Parteikollegen fordern Spahn zur Kandidatur auf

Mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete setzen sich öffentlich dafür ein, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für den CDU-Parteivorsitz kandidiert – auch in Vorbereitung eines möglichen Kanzlerkandidaten Markus Söder (CSU).

Mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einer Kandidatur für den Parteivorsitz aufgerufen. "Ich würde mich mit vielen anderen freuen, wenn Jens Spahn zur Wahl stünde", sagte der Schwetzinger Abgeordnete Olav Gutting dem "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Freitag. Gutting ist auch Mitglied im CDU-Präsidium.

Der Magdeburger Abgeordnete Tino Sorge sagte dem Magazin zu einer möglichen Spahn-Kandidatur: "Meine Unterstützung hat er." Der CDU-Parlamentarier Michael Hennrich aus Nürtingen bezeichnete Spahn als idealen Partner eines möglichen Kanzlerkandidaten Markus Söder (CSU): "Jens Spahn würde gemeinsam mit Markus Söder für einen echten Generationenwechsel stehen."

Die Äußerungen deuten auf Unzufriedenheit in der CDU mit den bisherigen Bewerbern für den bisherigen Vorsitzbewerbern Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen hin. Spahn unterstützt bislang die Kandidatur von Laschet.

In der Bundestagsfraktion und mehreren Landesverbänden fürchten offenbar viele Christdemokraten, dass keiner der drei der CDU im Wahljahr einen echten Schub verleihen kann. "Wir haben drei respektable und gestandene Persönlichkeiten als Kandidaten, aber keiner steht so richtig für Aufbruch und Erneuerung", sagt der Mannheimer CDU-Abgeordnete Nikolas Löbel der Zeitschrift zufolge..

Spahn habe nach der Kanzlerin die derzeit besten Umfragewerte, sagte Löbel. Das könne für die CDU "ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, aus drei Kandidaten einen Konsenskandidaten zu machen".

Laschet und Spahn erteilten den Forderungen aber eine Absage. "Ich arbeite gut mit Jens Spahn zusammen, wir telefonieren regelmäßig und stimmen die Grundlinien miteinander ab", sagte Laschet. Und Spahn sagte: "Wer sich für den CDU-Vorsitz bewirbt, muss den Anspruch haben, Kanzlerkandidat der Union zu werden."

(AFP/th)