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Nach Gleichstellung bei Ehegattensplitting: Nun Streit ums Adoptionsrecht bei Homo-Ehe

Nach Gleichstellung bei Ehegattensplitting : Nun Streit ums Adoptionsrecht bei Homo-Ehe

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur steuerlichen Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften ist ein Streit über das Adoptionsrecht ausgebrochen.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte der "Augsburger Allgemeinen" einem Vorabbericht der Freitagausgabe zufolge, es werde nur die Entscheidung des Gerichts umgesetzt. "Es gibt überhaupt keinen Grund, über das Karlsruher Urteil noch hinauszugehen und etwa auch Adoptionen für Lebenspartnerschaften freizugeben."

Dagegen forderte die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth in der "Welt", eine Gleichstellung bei der Adoption müsse nun schnellstmöglich vollzogen werden. "Was gleich ist, gehört gleichgestellt - und zwar sofort", erklärte sie laut Vorabbericht. Viele Kinder lebten bereits mit zwei Müttern oder Vätern. "Diese Kinder brauchen endlich die gleichen Rechte."

Das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass Homosexuelle Lebenspartnerschaften steuerlich nicht schlechter gestellt werden dürfen als Ehepaare mit den Vorteilen des Ehegattensplittings. Diese Steuerregelung verstoße gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes, erklärte das Gericht am Donnerstag in Karlsruhe.

(REU/csr/das)