NRW-SPD-Initiative "Die wahre SPD" benennt sich um

NRW-SPD : „SPDpur 2030“: Partei braucht optimistisches Antlitz

Die Initiative innerhalb der NRW-SPD „Die wahre SPD“ benennt sich nach der bewussten Provokation mit diesem Titel um und warnt mit einem dramatischen Appell vor dem Untergang der Partei.

Künftig wird die Gruppe „SPD pur 2030“ heißen, sagte der frühere Landesparteichef Michael Groschek unserer Redaktion. Zuletzt hatte dessen Nachfolger Sebastian Hartmann den Namen moniert.

Groschek sagte: „Der Titel ,wahre SPD’ war natürlich Provokation und keine wirkliche Anmaßung.“ Aufmerksamkeit sei jetzt da, nun wolle die Initiative „zum Mitdiskutieren vor dem Bundesparteitag“ mit der Entscheidung über die neue Bundesspitze im Dezember einladen.

In einem Papier mahnt sie: „156 Jahre nach ihrer Gründung steckt die SPD heute in einer existenzgefährdenden Krise. … Es besteht Anlass zur Sorge, dass die älteste und wichtigste Partei Deutschlands ihre strukturelle Politikfähigkeit verliert.“ Die SPD stehe am Scheideweg: „Verzettelt sie sich weiterhin in personalpolitischem Gezänk und politischem Kleinklein, beschäftigt sie sich weiterhin mehr mit sich selbst als mit den Problemen der Mehrheit der Menschen in diesem Land – dann führt der Weg unweigerlich in den Abgrund politischer Bedeutungslosigkeit.“

Die SPD sei die Volkspartei der linken Mitte. Sie müsse sich massiv verjüngen – in ihrem Erscheinungsbild, in ihrer Sprache, bei der Akzentuierung ihrer Themen und beim Einsatz moderner Medien. Bei Personalfragen müsse sie „raus aus dem Hinterzimmer.“ Das Ziel der neuen Gruppierung „SPD pur 2030“: „Der Sozialdemokratie ein neues, freundliches und optimistisches Antlitz zu geben.“

(jd/kd)
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