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Jahrestag des 17. Juni 1953: NPD will vor Linke-Parteisitz protestieren

Jahrestag des 17. Juni 1953 : NPD will vor Linke-Parteisitz protestieren

Am Jahrestag des Arbeiteraufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR will die rechtsextreme NPD am Freitag in Berlin-Mitte eine Kundgebung abhalten. Die Polizei bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Der genaue Kundgebungsort und die Versammlungszeit stehen laut Polizei noch nicht fest.

Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegels" wollen sich die NPD-Anhänger am Rosa-Luxemburg-Platz treffen. Dort hat die Linke ihren Sitz. Die Linkspartei warnte davor, der NPD zu erlauben, am Rosa-Luxemburg-Platz aufzutreten.

"Wir wollen, dass die NPD verboten wird und nirgendwo marschieren darf, auch nicht auf dem Rosa-Luxemburg-Platz", sagte Parteichef Klaus Ernst dem "Tagesspiegel". Er könne sich nicht vorstellen, dass die Demokraten Berlins "diesen Platz den Faschisten überlassen".

Laut "taz" ist der Anmelder der rechtsextremen Kundgebung unter dem Motto "Arbeiter wehrt euch, damals wie heute" der NPD-Landesvize Sebastian Schmidke. Bei einer von ihm angemeldeten Demonstration seien Mitte Mai in Kreuzberg Gegendemonstranten von Neonazis attackiert worden.

Ebenfalls am 17. Juni wollen sich dem Bericht zufolge die rechten Islamgegner von "Pro Deutschland" in Friedrichshain am Frankfurter Tor versammeln. Antifaschistische Initiativen hätten bereits Gegenaktionen angekündigt.

(apd/nbe)