Norbert Walter-Borjans: Neuer SPD-Chef fährt U-Bahn - BVG veräppelt ihn

Designierter SPD-Chef : Norbert Walter-Borjans fährt U-Bahn und wird von Berliner Verkehrsbetrieben veräppelt

Wie bodenständig der zukünftige SPD-Chef Norbert Walter-Borjans ist, wollte er selbst am Mittwoch auf Twitter zeigen. Seinen Tweet schnappten die Berliner Verkehrsbetriebe auf und nahmen ihn aufs Korn.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind bekannt für ihre Arbeit auf den zahlreichen Social-Media-Kanälen. Ihr Slogan „Weil wir dich lieben“ ist bundesweit bekannt, vielen dürften auch die „Is mir egal“-Werbespots mit dem ehemaligen DSDS-Kandidaten Kazim Akboga ein Begriff sein.

Jetzt haben die fleißigen Twitterer der BVG den designierten Vorsitzenden der SPD, Norbert Walter-Borjans, aufs Korn genommen. Der ehemalige nordrhein-westfälische Finanzminister hatte gemeinsam mit Saskia Esken den Mitgliederentscheid der Sozialdemokraten zur neuen Parteiführung am vergangenen Wochenende überraschend gegen Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz und Klara Geywitz gewonnen.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Nur mal so für die, die meinen, wir würden in Limousinen unter Tage ins Willy-Brandt-Haus chauffiert: U-Bahn ist auch schön! 😊 <a href="https://t.co/IgsMcXPgYE">pic.twitter.com/IgsMcXPgYE</a></p>&mdash; N. Walter-Borjans (@NowaboFM) <a href="https://twitter.com/NowaboFM/status/1202131766846337024?ref_src=twsrc%5Etfw">December 4, 2019</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Am Mittwoch twitterte Walter-Borjans dann: „Nur mal so für die, die meinen, wir würden in Limousinen unter Tage ins Willy-Brandt-Haus chauffiert: U-Bahn ist auch schön!“ Dazu postete Walter-Borjans ein Bild aus der Berliner Bahn, das ihn sitzend in einem Abteil zeigt. Prompt antwortete die BVG: „Wer sind Sie?“

Hat die BVG noch nie etwas von ihm gehört? Höchstwahrscheinlich schon und es dürfte sich um einen kleinen Seitenhieb gehandelt haben.

Dann schaltete sich der SPD-Parteivorstand ein: „Einer von uns. Wenn er es heute nicht pünktlich ins Meeting schafft, wissen wir ja warum.“ Und so landete auch die SPD einen Punkt im Twitter-Dialog. Denn die BVG hat seit einiger Zeit mit der Pünktlichkeit ihrer Flotte zu kämpfen und steht in der Bundeshauptstadt gerne mal in der Kritik.

(mja)