Namensstreit um #aufstehen

Linke : „#aufstehn“: Teilerfolg im Namensstreit mit Wagenknecht

Eine österreichische Nichtregierungsorganisation befürchtet, dass sie mit der linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ verwechselt wird. Für eine richtige Auseinandersetzung fehlen ihr aber die Mittel.

Im Namensstreit mit der neuen Sammlungsbewegung von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat die österreichische Bürgerbewegung „#aufstehn“ nach eigenen Angaben einen Teilerfolg erzielt. „Wir haben wenigstens die Zusicherung, dass Frau Wagenknecht auf den Hashtag vor dem auch für ihre Bewegung verwendeten Namen Aufstehen verzichten wird“, sagte die Geschäftsführerin der österreichischen Nichtregierungsorganisation, Maria Mayrhofer, unserer Redaktion.

Wagenknechts Initiative äußerte sich auf Anfrage nicht dazu. Die Fraktionsvorsitzende stellt ihre Bewegung am Dienstag in Berlin mit Unterstützern von SPD und Grünen vor. In der Linken selbst ist die Sammlungsbewegung umstritten, weil befürchtet wird, dass die Partei nicht gestärkt, sondern gespalten wird.

Wagenknechts Bewegung hatte Mayrhofers Kopiervorwürfe im August zurückgewiesen. Eine Verwechslungsgefahr sei ausgeschlossen, weil das österreichische Logo orange und das deutsche Logo rot und die Schreibweise unterschiedlich sei, hatte die Initiative der dpa gesagt. Die österreichische Bürgerbewegung schreibt sich: #aufstehn - ohne Endungs-E, Wagenknechts Sammlungsbewegung ist im Internet unter #aufstehen zu finden.

Mayrhofer sagte, sie hätte gern einen besseren Kompromiss erzielt. Ihre Kampagnen-NGO habe aber nicht die Mittel und die Kraft, gegen die Namensfindung von Wagenknecht vorzugehen. Es bestehe weiterhin eine Verwechslungsgefahr, was problematisch sei, weil #aufstehn mit rund 100 000 Unterstützern eine zivilgesellschaftliche und parteipolitisch völlig unabhängige Organisation sei und nicht in Verbindung mit Wagenknechts "Aufstehen" gebracht werden wolle.

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