Nachfolger von Sigmar Gabriel: Heiko Maas wird Außenminister der Groko 2018

Nachfolger von Sigmar Gabriel: Heiko Maas wird neuer Außenminister

Der bisherige Bundesjustizminister Heiko Maas soll neuer Bundesaußenminister werden. Das erfuhr unsere Redaktion aus SPD-Kreisen. Sigmar Gabriel scheidet aus dem Kabinett aus. Berichten zufolge stehen auch die anderen SPD-Minister fest.

Der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz und Fraktionschefin Andrea Nahles teilten die Entscheidung Maas am Donnerstag bei einem Gespräch im Willy-Brandt-Haus mit, hieß es.

Gabriel hatte am Vormittag bereits eine Stellungnahme veröffentlicht, dass er der künftigen Bundesregierung nicht mehr angehören werde. Maas wurde seit Wochen für das Amt des Chefdiplomaten gehandelt. Zuerst hatte "Spiegel Online" über die Personalie Maas berichtet.

Gabriel war seit 2013 Vizekanzler, von 2005 bis 2009 war er in der ersten großen Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel Umweltminister, von Dezember 2013 bis Anfang 2017 Wirtschaftsminister. Danach führte er das Auswärtige Amt.

Scheidet aus: Barbara Hendricks (Archivbild). Foto: dpa, htf jai

Auch weitere Personalien stehen Medienberichten zufolge fest. Katarina Barley soll Arbeitsministerin und Olaf Scholz Finanzminister werden. Die derzeitige Generalsekretärin der NRW-SPD, Svenja Schulze, werde Umweltministerin und die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey, Familienministerin. Offiziell bestätigen will die SPD dies erst am Freitag.

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Die Spekulationen gehen damit weiter. Eine Liste, die angeblich in der SPD kursiert und den Parteilinken Matthias Miersch als künftigen Bundesjustizminister vorsieht, wird in hochrangigen SPD-Kreisen als nicht wahrheitsgemäß dargestellt. Demnach könnte es auch auf Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius als künftigen Justizminister hinauslaufen. Wie Miersch ist er Niedersachse, gehört jedoch dem konservativen Flügel an.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) scheidet indes aus dem Kabinett aus. "Ich werde der neuen Bundesregierung nicht angehören", sagte Hendricks unserer Redaktion. Sie sei "dankbar", dass sie die letzten vier Jahre als Bundesumwelt- und Bauministerin dem Land, seinen Menschen und ihrer Partei habe dienen dürfen.

"Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben", sagte Hendricks weiter.

(dreb/csi/RP)