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Nach Behandlung in der Charité: Nawalny bestätigt Besuch von Merkel

Nach Behandlung in der Charité : Nawalny bestätigt Besuch von Merkel im Krankenhaus

Der vergiftete Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat einen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel während seiner Behandlung in der Berliner Charité bestätigt. Das Treffen sei jedoch nicht, wie es in einem Medienbericht hieß, geheim, sondern eher privat gewesen.

Er sei Merkel sehr dankbar für ihren Besuch, schrieb Nawalny am Montag auf Twitter. Der „Spiegel“ hatte zuvor über den Besuch Merkels berichtet und geschrieben, der Fall zeige immer mehr „Elemente eines Polit-Thrillers“. Merkel habe den Oppositionspolitiker „heimlich“ an seinem Krankenbett besucht.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="ru" dir="ltr">Встреча была, но не стоит называть ее «секретной». Скорее, частная встреча и разговор с семьей. Я очень признателен канцлеру Меркель за то, что она навестила меня в больнице <a href="https://t.co/8d8vnEe23z">https://t.co/8d8vnEe23z</a></p>&mdash; Alexey Navalny (@navalny) <a href="https://twitter.com/navalny/status/1310485557781442565?ref_src=twsrc%5Etfw">September 28, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Nawalny hat das Krankenhaus inzwischen verlassen. Er war am 20. August auf einem russischen Inlandsflug zusammengebrochen und nach einer Notlandung zunächst im sibirischen Omsk behandelt worden. Am 22. August wurde er zur Behandlung in der Charite ausgeflogen. Die Bundesregierung erklärte nach Tests in einem Speziallabor der Bundeswehr, Nawalny sei mit einem Nervengift aus der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden. Der 44-Jährige wurde 32 Tage in der Klinik behandelt, 24 Tage lag er auf der Intensivstation.

Merkel hatte den Anschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny scharf verurteilt und die russische Regierung aufgefordert, sich dazu zu erklären. Moskau weist jede Schuld am Gesundheitszustand des prominenten Kritikers von Staatschef Wladimir Putin zurück.

(ahar/Reuters/AFP)