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Münchner Sicherheitskonferenz: Johnson und Orban auf der Gästeliste

Münchner Sicherheitskonferenz : Johnson und Orbán kommen zur Sicherheitskonferenz

Zur Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar werden unter anderem der britische Außenminister Boris Johnson sowie Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán erwartet.

Ein Sprecher der Konferenz bestätigte am Montag entsprechende Angaben des "Münchner Merkur". Ebenfalls zugesagt haben demnach der neue italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni sowie der ukrainische Präsident Petro Poroschenko.

Aus den derzeitigen Konfliktgebieten werden den Angaben des Sprechers zufolge der afghanische Präsident Aschraf Ghani sowie der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi erwartet. Zudem will aus den USA Microsoft-Gründer Bill Gates teilnehmen.

Unklar ist laut "Münchner Merkur" noch die politische Vertretung der USA, da der neue Präsident Donald Trump erst am 20. Januar sein Amt antritt. Möglich sei eine Teilnahme des designierten Außenministers Rex Tillerson oder sogar des künftigen Vizepräsidenten Mike Pence, hieß es. Russland könnte dem Blatt zufolge durch Außenminister Sergej Lawrow vertreten werden, da Präsident Wladimir Putin abgesagt habe.

"Seit Jahrzehnten haben wir in der internationalen Politik nicht mehr so viele gleichzeitig stattfindende militärische Konfrontationen, humanitäre Katastrophen und Völkerrechtsverletzungen gesehen", sagte der Vorsitzende der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, dem "Münchner Merkur". Er äußerte sich gespannt zum Auftreten der neuen US-Regierung: "Ich erwarte mir bei der Sicherheitskonferenz vom ersten Auftritt der Trump-Administration in Europa bedeutende Weichenstellungen für die globale Sicherheitspolitik und im Besonderen auch für das transatlantische Verhältnis."

Die Münchner Sicherheitskonferenz findet vom 17. bis 19. Februar in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Auch wer Deutschland als Außenminister dort vertreten wird, ist noch offen, da Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier (SPD) am 12. Februar zum neuen Bundespräsidenten gewählt werden soll.

(AFP)