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Laut Medienbericht: Müller soll angeblich Merkels Mann für Wirtschaft werden

Laut Medienbericht : Müller soll angeblich Merkels Mann für Wirtschaft werden

Berlin (rpo). Im Wahlkampfteam von Angela Merkel soll der saarländische Ministerpräsident Peter Müller nach einem Medienbericht für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur zuständig sein. Die Entscheidung sei in einem Telefonat zwischen Merkel und Müller am Sonntag gefallen. Die CDU-Vorsitzende will ihr so genanntes Kompetenzteam am Mittwoch vorstellen.

Das berichtete die "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf zuverlässige Informationen. Zuvor waren Spekulationen laut geworden, Merkel wolle für diesen Bereich einen Fachmann aus der Wirtschaft holen.

Die CDU-Vorsitzende will ihr so genanntes Kompetenzteam am Mittwoch vorstellen. Zwei Mitglieder hat CSU-Chef Edmund Stoiber bereits öffentlich genannt: den stellvertretenden Unions-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Schäuble für Außen- und Sicherheitspolitik und den bayerischen Innenminister Günther Beckstein für innere Sicherheit. Im Gespräch sind unter anderen auch die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan, die CSU-Politikerin Gerda Hasselfeldt und der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus als Ost-Experte.

Aus Hessen ist einem Bericht des Hessischen Rundfunks zufolge kein Politiker dabei. Weder Ministerpräsident Roland Koch noch Spitzenkandidat Franz Josef Jung gehörten dem Team an, berichtete das hr-Fernsehen unter Berufung auf CDU-Kreise. Jung soll nach Kochs Vorstellungen eine "wichtige Rolle" nach einem Wahlsieg spielen.

Kein eigener Ost-Minister vorgesehen

Einen eigens für Ostdeutschland zuständigen Minister in einem Kabinett Merkel hält Althaus nicht für nötig. "Es muss keinen speziellen Ost-Minister, kein Ost-Ministerium geben", sagte er der "Leipziger Volkszeitung". Gebraucht werde jemand, der die Belange des Ostens in die gesamte Regierungsarbeit einbindet. "Das kann auch jemand im Bundeskanzleramt machen."

Der in der rot-grünen Bundesregierung für den Aufbau Ost zuständige Bundesminister Manfred Stolpe riet, den Posten eines Ostbeauftragten beizubehalten. Der "Sächsischen Zeitung" sagte er: "Von keinem Kanzler kann man erwarten, dass er oder sie sich ständig und unentwegt um den Osten kümmert." Auch die FDP sprach sich für die Benennung eines Ministers für den Aufbau Ost aus. "Wir brauchen eine starke Persönlichkeit für den Aufbau Ost im Ministerrang, die mit Ressort, Haushalt und Kompetenz ausgestattet ist und am Kabinettstisch sitzt", sagte FDP-Präsidiumsmitglied Cornelia Pieper der Tageszeitung "Die "Welt".

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Der CDU-Finanzexperte Michael Meister wies in der "Frankfurter Rundschau" auf Defizite im Wahlkampf der eigenen Partei hin. Die Vorstellung des Kompetenzteams biete die Möglichkeit, die Themen Arbeitsmarkt und Wachstum stärker in den Vordergrund zu rücken als bislang.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das Kabinett von Kanzlerin Merkel

(ap)