Ministerpräsidentenkonferenz Hausaufgaben im Koffer aus Brüssel

Meinung · Von einem Treffen so intensiv wie kaum zuvor berichteten die Ministerpräsidenten zum Abschluss ihrer Konferenz in Brüssel. Sie listeten viele Forderungen an die EU auf. Aber das ist nur die eine Hälfte dessen, was nötig ist, um Europa und Deutschland voranzubringen.

 Bis genügend regenerative Energie verfügbar ist, hier ein Windpark in Brandenburg, wollen die deutschen Regierungschefs den Strom für die Industrie subventionieren.

Bis genügend regenerative Energie verfügbar ist, hier ein Windpark in Brandenburg, wollen die deutschen Regierungschefs den Strom für die Industrie subventionieren.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Wenn die Ministerpräsidenten der 16 deutschen Bundesländer nach Brüssel reisen, haben sie viel Selbstbewusstsein im Gepäck. Sie wissen genau, dass sie einen großen Teil der EU-Bürger repräsentieren. Rheinland-Pfalz hat mehr Einwohner als acht EU-Staaten, Hessen mehr als zwölf, Niedersachsen mehr als 13 und NRW ist größer als 20 von 27 Mitgliedsländern. Wenn es um das Umsetzen von EU-Beschlüssen nah bei den Menschen geht, stehen sie vielen anderen EU-Regionen in nichts nach. Die Begegnungen mit Kommissionschefin Ursula von der Leyen und einer ganzen Reihe von Kommissaren war deshalb wichtig für beide Seiten.