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Gesundheitliche Gründe: Minister Schäuble dachte ans Aufgeben

Gesundheitliche Gründe : Minister Schäuble dachte ans Aufgeben

Frankfurt/Main (RPO). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat während seiner Erkrankung über einen Amtsverzicht nachgedacht. Dies sagte der CDU-Politiker jetzt in einem Interview. Öffentliche Diskussionen über seine Gesundheit hält er für legitim.

"Ich habe über meine Verantwortung nachgedacht, natürlich. Das Land kann es in derart schwierigen Zeiten nur für eine begrenzte Zeit ertragen, wenn der Finanzminister bei wichtigen Terminen fehlt", sagte der CDU-Politiker in einem Interview.

Mit seinem Gesundheitszustand sei er nun aber "zufrieden", wird Schäuble von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zitiert. Nach einer anstrengenden Woche sei er "angemessen müde", weil er wenig geschlafen habe, "aber sonst fühle ich mich fit".

Der Finanzminister zeigte sich berührt wegen der Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkels während seiner Erkrankung. "Ich fand es eine menschlich bewegende Geste, dass Frau Merkel gesagt hat, ich solle mich nicht unter Druck setzen", sagte der 67-jährige Schäuble.

Die Diskussion über seinen Gesundheitszustand sei legitim gewesen. Er selbst habe seinerzeit die Frage aufgeworfen, ob ein körperlich schwer behinderter Mensch politische Spitzenämter übernehmen könne.

Sein Wirken in den vergangenen 20 Jahren habe aber gezeigt: "Ja, das geht". Allen, die vermuteten, er könne nicht ohne ein solches Spitzenamt leben, sage er: "Ich bin alt genug zu wissen, dass alles im Leben vergänglich ist", fügte Schäuble hinzu.

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(AP/felt)