Regierung drängt vor Gipfel auf Investitionen: Minister Rösler fordert Zusagen für E-Autos

Regierung drängt vor Gipfel auf Investitionen : Minister Rösler fordert Zusagen für E-Autos

Von dem Ziel, dass 2020 mindestens eine Million Elektroautos über die Straßen rollen, ist Deutschland noch weit entfernt. Bei rund 43 Millionen Pkw registriert das Kraftfahrt-Bundesamt gerade einmal 7000 Autos mit Elektro-Antrieb. Damit mehr Bewegung in die Sache kommt, veranstaltet die Bundesregierung am Montag und Dienstag in Berlin erneut einen Elektroauto-Gipfel.

Im Vorfeld mahnte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) die Industrie zur Zuverlässigkeit. "Unsere Ziele bei der Elektromobilität werden wir aber letztlich nur erreichen, wenn die Industrie ihre Zusagen einhält", sagte Rösler unserer Redaktion. Neue Fahrzeugmodelle mit elektrischem Antrieb müssten, wie zugesagt, zügig auf den Markt gebracht werden. "Zugleich hat die Industrie angekündigt, 17 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben in Deutschland zu investieren. Dabei muss es bleiben."

Zu dem zweitägigen Gipfel haben sich mehrere Bundesminister, Kanzlerin Angela Merkel und die Größen der Automobilindustrie angesagt. Dazu zählen Daimler-Chef Dieter Zetsche und VDA-Chef Matthias Wissmann. Auch EU-Verkehrskommissar Siim Kallas und Vertreter von Umweltverbänden sind eingeladen.

Aus Röslers Sicht lässt sich der Ausbau der Elektromobilität nicht allein auf nationaler Ebene vorantreiben. Auf EU-Ebene müssten "gleiche Standards" geschaffen werden, "damit Elektrofahrzeuge auch grenzüberschreitend geladen werden können", sagte Rösler. Er forderte zudem, dass die emissionsarmen Elektro-Gefährte im Rahmen der CO2-Regulierung flexibel angerechnet werden müssten. Demnach könnten die Deutschen ihre große Zahl an Autos mit hohem CO2-Ausstoß durch eine möglichst große Zahl an Elektroautos kompensieren.

(qua)