Migration: Deutschland bei Asylentscheidungen Spitzenreiter in EU

Migration: Deutschland bei Asylentscheidungen Spitzenreiter in EU

Deutschland hat im laufenden Jahr offenbar fast zwei Drittel aller Asylentscheidungen in der EU getroffen. Laut dem Europäischen Statistikamt Eurostat standen im ersten Halbjahr rund 358.000 Entscheidungen in der Bundesrepublik 199.000 Entscheidungen insgesamt gegenüber.

Die Angaben beziehen sich laut der Zeitung "Die Welt", der die Daten vorliegen, auf Erstanträge. Eurostat macht etwas geringere Angaben als das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das etwa 388.000 Entscheidungen über Erstanträge im ersten Halbjahr 2017 zählt.

Ein Vergleich der Asylentscheidungen spiegelt besser als die Antragszahlen, wie viele Schutzsuchende tatsächlich in den jeweiligen Ländern bleiben. Viele Migranten reisen unerlaubt in ihre bevorzugten Staaten weiter, vor allem nach Deutschland. Seit April 2016 kommen den Angaben zufolge jeden Monat relativ konstant rund 15.000 neue Schutzsuchende an. Im Oktober 2017 waren es laut Bundesinnenministerium 15.170. Damit ist Deutschland weiter das mit Abstand wichtigste Zielland.

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In die Bundesrepublik kamen laut der "Welt" mit 156.000 neu eingereisten Schutzsuchenden bis Ende Oktober 2017 mehr Asylsuchende, als insgesamt Personen an den Mittelmeerküsten in Südeuropa ankamen. Dies waren laut der Internationalen Migrationsorganisation IOM 153.000.

(felt)