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Hohe Bezüge begrenzen: Merkel warnt bei Managergehältern vor Maßlosigkeit

Hohe Bezüge begrenzen : Merkel warnt bei Managergehältern vor Maßlosigkeit

In der Diskussion über Managergehälter hat Kanzlerin Angela Merkel vor extremen Auswüchsen gewarnt. "Maßlosigkeit darf in einer freien und sozialen Gesellschaft nicht sein", sagte Merkel. Deswegen unterstütze sie etwa Pläne in der EU, zum Teil extrem hohe Bezüge in der Finanzwirtschaft zu begrenzen.

Die Koalition will noch vor der Sommerpause eine Regelung zur Begrenzung der Gehälter von Spitzenmanagern beschließen. Angepeilt ist eine Änderung des Aktienrechts. Künftig soll die Hauptversammlung über die Vergütung entscheiden.

Gegen gesetzlichen Mindestlohn

Angesichts niedriger Einkommen für einige Arbeitnehmer bekräftigte Merkel, dass sie gegen einen allgemeinen, gesetzlichen Mindestlohn ist, der von der Opposition gefordert wird. Stattdessen brauche man Lohnuntergrenzen, die die Tarifpartner bestimmten. "Und ich arbeite daran, dass wir hierbei in dieser Legislaturperiode auch noch vorankommen", sagte die CDU-Chefin der Chemnitzer "Freien Presse" (Mittwochausgabe).

Die Debatte über eine Begrenzung der Managergehälter war nach dem Erfolg der "Volksinitiative gegen die Abzockerei" Anfang März in der Schweiz auch in Deutschland neu entbrannt. Durch die Schweizer Initiative, die eine Mehrheit von mehr als zwei Dritteln erzielt hatte, soll erreicht werden, dass künftig die Aktionäre von Unternehmen über die Gehälter an der Spitze entscheiden.

(REU/AFP)