Nach parteiinterner Kritik: Merkel bekräftigt ihre Islam-Erklärung

Nach parteiinterner Kritik : Merkel bekräftigt ihre Islam-Erklärung

Auch aus den eigenen Reihen kommt viel Widerstand. Nun hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Islam-Erklärung gegen parteiinterne Kritik verteidigt.

In Deutschland lebten rund vier Millionen Muslime, es gebe islamischen Religionsunterricht, Lehrstühle für islamische Theologie und eine Islamkonferenz, sagte Merkel dem "Hamburger Abendblatt".

"Deshalb ist es Realität, dass der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehört."

Die ursprünglich vom früheren Bundespräsidenten Christian Wulff stammende Äußerung, der Islam gehöre auch zu Deutschland, hatte sich Merkel Mitte Januar zu eigen gemacht. Daraufhin widersprach ihr Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (auch CDU). Muslime seien in Deutschland willkommen und könnten ihre Religion ausüben.
"Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört", hatte er der "Welt am Sonntag" gesagt.

In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime, 98 Prozent von ihnen in den westdeutschen Bundesländern. In Sachsen sind es 0,7 Prozent.

(dpa)
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