Medienbericht: FDP verliert vier Stimmen in Thüringen - Einzug in Landtag auf der Kippe

Medienbericht : FDP verliert vier Stimmen in Thüringen - Einzug in Landtag auf der Kippe

Der Einzug der FDP in den Thüringer Landtag steht laut einem Medienbericht auf der Kippe. In Weimar hat der Kreiswahlausschuss das Ergebnis der Partei um vier Stimmen nach unten korrigiert.

Der Kreiswahlausschuss Weimar habe das Ergebnis der Liberalen im Wahlkreis 32 korrigiert, wie die „Thüringer Allgemeine“ am Donnerstag berichtet. Danach kommt die FDP in der Stadt Weimar auf vier Stimmen weniger als am Sonntagabend nach der Stimmenauszählung zunächst ausgewiesen. Sie erhielt demnach nur 1658 Stimmen und nicht 1662. Eine Bestätigung des Weimarer Kreiswahlleiters war am Donnerstag wegen des Reformationsfeiertages in Thüringen nicht zu bekommen.

Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Sonntag hatte die FDP landesweit die 5-Prozent-Hürde nur um fünf Stimmen übersprungen. Wenn sich der Abzug der vier Stimmen in Weimar bestätigen sollte, läge sie nur noch eine Stimme darüber. Insgesamt erreichte die FDP am Sonntag nach stundenlanger Zitterpartie 55.422 Stimmen, was einem Stimmenanteil von 5,0005 Prozent entspricht. Derzeit läuft die Prüfung der Wahlergebnisse in den Kreiswahlausschüssen, der Landeswahlleiter will das amtliche Endergebnis am 7. November vorlegen.

Nach der Schlappe der CDU bei der Landtagswahl brachte deren Spitzenkandidat Mike Mohring eine Minderheitsregierung seiner Partei mit SPD, Grünen und FDP ins Spiel. „Es geht offensichtlich in Thüringen jetzt nur noch mit einer Minderheitsregierung weiter“, sagte Mohring in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ am Mittwochabend. Dabei gebe es aber nicht nur die Variante Rot-Rot-Grün. „Es gibt noch eine zweite Minderheitsregierung, die genauso im Raum steht, und das ist die, dass SPD, FDP, Grüne und CDU eine Minderheitsregierung bilden - ohne die Ränder, ohne links und rechts.“ Diese Lage wolle er gerne sondieren.

(zim/dpa)