Martin Sonneborn protestiert gegen Björn Höcke - Satiriker verkleidet sich als Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Frankfurter Buchmesse: Sonneborn protestiert gegen Höcke-Lesung - als Hitler-Attentäter Stauffenberg

Der AfD-Politiker Björn Höcke stellt auf der Frankfurter Buchmesse ein Buch vor. Viele Menschen protestieren. Auch der Satiriker Martin Sonneborn kommt - verkleidet als Hitler-Attentäter Stauffenberg.

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke am Freitagnachmittag sein Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“ auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Etwa 20 Polizisten und 20 weitere Sicherheitskräfte schirmten den Raum ab, in dem Höcke vor rund 70 Anhängern und zahlreichen Journalisten auftrat.

Vor dem Eingang der Messe demonstrierten etwa 60 Menschen gegen den Auftritt des AfD-Politikers und gegen die Organisatoren der Buchmesse. Die Buchmesse müsse Haltung gegen rechte Tendenzen zeigen, sagte Dieter Bahndorf von der Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“, der den Protest organisiert hatte. Der Auftritt Höckes hätte nicht zugelassen werden dürfen.

Auch der Europaabgeordnete und Satiriker Martin Sonneborn („Die Partei“) protestierte gegen den Auftritt des AfD-Politikers auf der weltgrößten Bücherschau. Sonneborn war mit Uniform, Augenklappe und Aktentasche kostümiert, was an den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg erinnerte.

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Höcke gilt als als Wortführer des rechten Flügels der AfD. Im vergangenen Jahr war es bei seinem Messe-Besuch zu Handgreiflichkeiten zwischen seinen Anhängern und Gegendemonstranten gekommen. Die Messeleitung hatte daraufhin ihr Sicherheitskonzept überarbeitet.

Aus dem rechten Spektrum sind in diesem Jahr lediglich der Verlag der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ und die Manuscriptum-Verlagsbuchhandlung auf der Messe vertreten. Höckes Buch ist im Manuscriptum-Verlag erschienen. Dieser hatte zu der Podiumsdiskussion eingeladen.

(wer/dpa/epd)
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