Martin Schulz: Mehr als 500 neue SPD-Mitglieder seit Entscheidung in Kanzlerkandidatur

Kanzlerkandidatur : Mehr als 500 neue SPD-Mitglieder seit Schulz-Nominierung

Kanzlerkandidat Martin Schulz verschafft seiner SPD offenbar einen Popularitätsschub: Mehr als 500 Menschen haben seit Dienstag eine Mitgliedschaft in der Partei beantragt. Das sagte Generalsekretärin Katarina Barley unserer Redaktion.

Dienstagmittag wurde der Wechsel an der Parteispitze von Sigmar Gabriel zu Martin Schulz und dessen Nominierung als Kanzlerkandidat bekannt. Seither verzeichnet die SPD einen deutlichen Schub bei Neumitgliedern.

"Seitdem bekannt wurde, dass Martin Schulz für die SPD ins Rennen um das Kanzleramt geht, sind über 500 Menschen in die SPD eingetreten", sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley unserer Redaktion. Normalerweise beantragen pro Monat durchschnittlich rund 1000 Menschen ein SPD-Parteibuch. Bereits am Mittwoch zählte die Partei 200 neue Mitglieder.

Barley begründete den Boom auch mit Schulz‘ Charaktereigenschaften. "Aus der Mitarbeiterversammlung in dieser Woche im Willy-Brandt-Haus kann ich berichten, dass Martin Schulz die Herzen zuflogen", sagte Barley. Er habe eine besondere Art, Menschen mitzunehmen und zu begeistern. "Das merken wir gerade nicht nur in Umfragen, sondern auch in Parteieintritten."

Zuvor war bekannt geworden, dass die Sozialdemokraten auch in Umfragen zulegen konnten. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD laut ZDF-"Politbarometer" auf 24 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte mehr als in der vorherigen Umfrage. CDU/CSU liegen aber mit unverändert 36 Prozent nach wie vor deutlich vorne.

Im direkten Vergleich mit Bundeskanzlerin Merkel liegt Schulz in der Wählergunst laut "Politbarometer" fast gleichauf. Merkel wünschen sich 44 Prozent der Befragten als Kanzlerin, für ihren Herausforderer sprechen sich 40 Prozent aus.

(jd)