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Manuela Schwesig: Familien pro Kind eine zusätzliche Stimme geben

Pläne für Familienwahlrecht : Schwesig: Familien pro Kind eine zusätzliche Stimme geben

Die Bundesfamilienministerin möchte das Wahlrecht erweitern: Manuela Schwesig will Familien mit Kindern größeren Einfluss auf die Politik geben.

Sie finde darum die Idee eines Familienwahlrechts gut, sagt die SPD-Politikerin der "Rhein-Neckar-Zeitung". "Dann bekäme ein Elternteil pro Kind eine zusätzliche Stimme." Bei diesem Modell bekäme ein Elternteil pro Kind eine zusätzliche Stimme. Ab 18 oder auch ab 16 Jahren könnte der Nachwuchs dann wie bisher sein Wahlrecht selbst ausüben. Schwesig räumte allerdings ein, dass dieser Vorschlag auch in der SPD umstritten sei.

Zudem sollen 25 Jahre nach dem Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Grundgesetz verankert werden. Es sei nicht in Ordnung, dass "in unserem wichtigsten Wertebuch die Kinderrechte fehlen", sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende am Donnerstag in Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck diskutierte mit Kindern und Jugendlichen darüber.

Schwesig plädierte in einem Interview des HR dafür, speziell das Recht von Kindern auf Schutz vor Gewalt, auf Bildung und auf Beteiligung im Grundgesetz niederzuschreiben. "Gerade wenn Kinder misshandelt würden und Gewalt erlebten, müssten ihre Rechte stärker von Jugendämtern und Familiengerichten berücksichtigt werden als das Elternrecht, sagte sie im Hörfunkprogramm hr-Info. Die Union im Bundestag lehnte den Vorstoß ab. Sie sieht die Rechte von Kindern "durch das Grundgesetz hinreichend gesichert".

(dpa)