Image aufpolieren: Magazin: Schröder will Eichel rausschmeißen

Image aufpolieren : Magazin: Schröder will Eichel rausschmeißen

Berlin (rpo). Nachdem für Bundeskanzler Gerhard Schröder ein schwieriges Jahr zu Ende geht, ist für ihn eines klar: 2005 muss wieder besser laufen - zumindest politisch. Nach Informationen eines Nachrichtenmagazins hat Schröder auch schon einen Plan, dies umzusetzen. Er will offenbar seinen Finanzminister Hans Eichel rauswerfen. Nachfolger würden auch schon gehandelt. Heftige Dementi seitens der Bundesregierung folgten zugleich.

Bei dem Bericht handele es sich wohl um einen "schlechten Silvesterscherz", hieß es am Morgen aus Regierungskreisen. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte berichtet, dass Bundesfinanzminister Hans Eichel nicht mehr bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleiben solle. Eichel sei zu einem Symbol gebrochener Versprechungen der rot-grünen Regierung geworden. In den Bundestagswahlkampf will Gerhard Schröder aber ohne alten Ballast gehen. Indem er sich von ihm trennt, erhofft sich der Bundeskanzler einen Imagegewinn, so der "Spiegel".

Schröder wolle aber wohl noch die passende Gelegenheit abwarten. Der Rausschmiss solle jedoch in jedem Fall noch in 2005 erfolgen. Wie der "Spiegel" weiter berichtet, habe sich Schröder vor allem über den Vorschlag Eichels, die Bundesbank solle einen beträchtlichen Teil ihrer Goldreserven verkaufen und ihm die Erlöse zum Stopfen der Haushaltslöcher überweisen, geärgert haben. Eichel habe offenbar jeden politischen Instinkt verloren, sagen seine Kritiker. Schon zuvor - bei der Debatte um die Verlegung des Nationalfeiertags - hatte sich der Regierungschef vom Finanzminister falsch informiert gefühlt.

Mögliche Nachfolger

Für Eichels Nachfolge werden derzeit drei Namen gehandelt. Erster Kandidat sei der ehemalige Hamburger Erste Bürgermeister Henning Voscherau. Auch der schleswig-holsteinische Finanzminister Ralf Stegner ist im Gespräch. Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück sei genannt worden, so "Spiegel".

Mehr von RP ONLINE