Lohngerechtigkeit: Schwesig will Gesetz bis Ende 2016 durchsetzen

Mehr Transparenz in Unternehmen : Schwesig will Gesetz für Lohngerechtigkeit Ende 2016 durchsetzen

Laut dem Statistischen Bundesamt verdienen Frauen durchschnittlich 20 Prozent weniger als ihre männliche Kollegen. Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) will bis Ende 2016 ein "Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern" durchsetzen.

"Derzeit ist die Frage des Gehaltes in Deutschland eher ein Tabuthema, es ist eine Blackbox. Viele wissen gar nicht, ob sie eigentlich fair und gerecht bezahlt werden", sagte Schwesig am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Entwurfs.

Künftig soll deshalb für alle Beschäftigten und Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst des Bundes ein individueller Auskunftsanspruch festgelegt werden. Ziel ist mehr Transparenz in Sachen Bezahlung. Unternehmen ab 500 Beschäftigte sollen verpflichtet werden, ihre eigene Entgeltgleichheit zu prüfen, herzustellen und darüber zu berichten.

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Die IG Metall begrüßte den Entwurf. "Die Differenz zwischen den Einkommen von Frauen und Männern ist nach wie vor eklatant. Der Gesetzentwurf enthält handhabbare Verfahren und Rechte, diesen Missstand abzustellen", sagte die Zweite Vorsitzende Christiane Benner.

(dpa)
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