Weitergabe von Edathy-Akte LKA-Chef stellt Strafanzeige

Hannover · Nach Bekanntwerden von Details aus der Ermittlungsakte zum Kinderporno-Verfahren gegen Sebastian Edathy hat Niedersachsens LKA-Präsident Strafanzeige gestellt. Die Anzeige wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses richtet sich gegen unbekannt.

LKA-Chef stellt Strafanzeige  wegen Weitergabe von Ermittlungsdaten im Fall Sebastian Edathy
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Die offensichtliche Weitergabe der Akte über den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten durch wen auch immer sei ein ungeheuerlicher Vorgang, sagte der Chef des Landeskriminalamtes (LKA), Uwe Kolmey, am Freitag in Hannover.

Stand Dezember 2014: So geht es weiter in der Edathy-Affäre
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Der stellvertretende Vorsitzende des Edathy-Untersuchungsausschusses des Bundestages, Michael Frieser (CSU) zeigte sich "entsetzt" über die Veröffentlichung der Ermittlungsdetails. Im Gespräch mit der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag) sagte er, im Fall Edathy und auch im Verfahren gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff habe es offenbar schon früher Lecks in niedersächsischen Behörden gegeben.

Sebastian Edathys Auftritt in Berlin
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Die im LKA betriebenen Ermittlungen gegen Edathy wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie seien im April 2014 der Staatsanwaltschaft Hannover zugeleitet worden, erklärte Kolmey. Kein LKA-Mitarbeiter habe etwas damit zu tun, dass die Akte jetzt offensichtlich Medien vorliege. Der Strafprozess gegen Edathy soll am 23. Februar im Landgericht Verden beginnen.

(dpa)
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