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Umfrage in Ostdeutschland: Linkspartei überflügelt SPD in Kernthemen

Umfrage in Ostdeutschland : Linkspartei überflügelt SPD in Kernthemen

Berlin (RPO). Die SPD hat in Ostdeutschland unverändert den Status einer Randpartei. In ihren traditionellen Politikfeldern wie etwa soziale Gerechtigkeit trauen ihr die Bewohner der neuen Länder einer Umfrage zufolge deutlich weniger zu als der Linkspartei.PDS.

In der Umfrage Zeitschrift "Super Illu" gaben nur 24 Prozent der Befragen an, dass die Sozialdemokraten in ihren Augen noch die Interessen der Arbeitnehmer vertreten. Dagegen hielten 52 Prozent die Linkspartei für eine Partei der Arbeitnehmer. 24 Prozent machten keine Angaben. Als sozial gerecht wurde die SPD von 29 Prozent beurteilt, die Linkspartei dagegen von 47 Prozent. 26 Prozent erklärten, sie glaubten, dass die Sozialdemokraten das Gemeinwohl im Auge haben. Von der Linkspartei dachten das 45 Prozent.

Die große Koalition genießt in den neuen Bundesländern jedoch einen starken Vertrauensvorschuss. Nach einer am Dienstag vorab veröffentlichten Erhebung der Zeitschrift "Super Illu" glauben 28 Prozent der Ostdeutschen, dass eine Fortsetzung des Regierungsbündnisses aus Union und SPD auch nach den Bundestagswahlen 2009 am besten für das Land wäre. 23 Prozent der Wahlberechtigten in den neuen Ländern wünscht sich dagegen künftig eine Koalition aus SPD, Linkspartei.PDS und Grünen.

Deutlich weniger Zuspruch erhalten demnach alle anderen möglichen Regierungskonstellationen. 14 Prozent der Ostdeutschen wünschen sich eine Koalition der Union mit der FDP. Zehn Prozent halten ein Bündnis von SPD und Grünen für sinnvoll. Auf eine so genannte Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und Liberalen setzen nur fünf Prozent der Ostdeutschen. Ebenso viele Wahlberechtigte in den neuen Ländern glauben, dass eine Koalition von Union, FDP und Grünen am besten für das Land wäre. 15 Prozent machten keine Angaben.

Im Auftrag von "Super Illu" hatte das Institut für Marktforschung Leipzig den Angaben zufolge 1001 Frauen und Männer in den neuen Bundesländern befragt.

(afp)