Leistungsvergleich: NRW-Schüler verbessern sich - drei Ostländer sacken ab

IQB-Bildungstrend : Schüler aus NRW verbessern sich - drei Ostländer sacken ab

Der neue Bildungstrend zeigt: In mehreren Bundesländern sind Neuntklässler in den vergangenen Jahren in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik zurückgefallen. In NRW aber nicht.

Insgesamt blieb das Niveau aber weitgehend stabil, wie die am Freitag in Berlin präsentierte Studie IQB-Bildungstrend 2018 zeigt. Sie war von der Kultusministerkonferenz in Auftrag gegeben worden.

Nordrhein-Westfalen konnte sich laut Pressemitteilung des Bildungsministeriums in allen Bereichen verbessern. Demnach kletterte das Land in Mathe von Platz 14 auf Platz 9, in Biologie von Platz 14 auf Platz 10, in Chemie von 15 auf 11 und in Physik von 16 auf 12. Besonders Mädchen hätten sich deutlich verbessert, heißt es in der Mitteilung.

Teils deutlich zurückgegangen sind die Leistungen in den meisten der genannten Fächer zwischen 2012 und 2018 in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Auch in Thüringen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und dem Saarland gibt es in jeweils mehr als einem der gemessenen Fächer Verschlechterungen.

Bundesweit blieben im vergangenen Jahr rund 24 Prozent der getesteten Schülerinnen und Schüler in Klasse neun unterhalb des für den mittleren Schulabschluss (MSA) nötigen Mindeststandard in Mathematik. Fast 45 Prozent erreichten bereits in dieser Jahrgangsstufe ein Jahr vor dem MSA dagegen sogar den höheren Regelstandard. In Biologie, Chemie und Physik lagen die Anteile der Schülerinnen und Schüler unterhalb des Mindeststandards bei 5 bis 17 Prozent.

In einigen Ländern wie den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg schneiden mehr Schülerinnen und Schüler schlechter ab. In Bayern und Sachsen erreichen überdurchschnittlich viele Schüler gute Leistungen. Brandenburg und andere Länder mit negativen Tendenzen liegen dennoch im Bundestrend, weil sie von gutem Niveau aus gestartet waren.

Ungünstig entwickelten sich die im Durchschnitt erreichten Werte in den Gymnasien. Zudem sind Jungen laut der Studie von Negativtrends häufiger betroffen als Mädchen. Der Anteil an Schülerinnen und Schülern aus zugewanderten Familien nahm bundesweit von 2012 bis 2018 um rund 7 Prozentpunkte auf 33,6 Prozent zu.

(zim/dpa)
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