Lebensversicherungen: Olaf Scholz deckelt Provisionen auf 2,5 Prozent

2,5 Prozent : Scholz deckelt Provisionen für Vermittler von Lebensversicherungen

Die Bundesregierung stärkt die Rechte der Verbraucher: Für den Abschluss einer Lebensversicherung sollen sie künftig maximal 2,5 Prozent der Bruttobeitragssumme als Provision bezahlen müssen. Das steht in einem neuen Gesetzentwurf von Finanzminister Olaf Scholz (SPD).

Nur wenn bestimmte qualitative Merkmale zusätzlich erfüllt sind, etwa eine geringe Stornoquote, könne die Abschlussprovision auf bis zu vier Prozent angehoben werden, so der Gesetzentwurf, der am Mittwoch in die Abstimmung mit den anderen Bundesministerien ging.

Die Abschlussprovision, die Käufer zu zahlen haben, liegt derzeit in vielen Fällen bei über fünf Prozent der Beitragssumme. Gut drei Prozent davon erhalten Versicherungsvertreter als Provisionen. „Oftmals sind die Vertriebskosten für Lebensversicherungen und Restschuldverschreibungen noch zu hoch“, heißt es in einem Hintergrundpapier des Finanzministeriums zu dem Gesetzentwurf. „Durch zu üppige Vergütungen bei der Vermittlung von Lebensversicherungen entstehen hierdurch auch Fehlanreize zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher.“

Auch die Abschlussprovision für so genannte Restschuldversicherungen werden mit dem Gesetz auf 2,5 Prozent der versicherten Darlehenssumme gedeckelt. Solche Versicherungen werden abgeschlossen, um bei einem Bankdarlehen die Ausfallrisiken etwa durch einen Todesfall oder Berufsunfähigkeit abzusichern.

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