Fünf Stimmen über der Fünf-Prozent-Hürde FDP ist noch nicht endgültig im Thüringer Landtag

Erfurt · Mit nur fünf Stimmen haben die Liberalen in Thüringen den Einzug in den Landtag geschafft - das sagt zumindest das vorläufige Endergebnis. Unter gewissen Umständen könnte sich das aber noch ändern.

 Thomas L. Kemmerich (l), Spitzenkandidat der FDP in Thüringen und Parteivorsitzender Christian Lindner bei einer Pressekonferenz nach der Landtagswahl.

Thomas L. Kemmerich (l), Spitzenkandidat der FDP in Thüringen und Parteivorsitzender Christian Lindner bei einer Pressekonferenz nach der Landtagswahl.

Foto: dpa/Britta Pedersen

Die FDP ist noch nicht mit absoluter Sicherheit im neu gewählten Thüringer Landtag vertreten. Das stehe erst fest, wenn das endgültige Wahlergebnis vorliege, erklärte das Thüringer Landesamt für Statistik am Montag. Dieses soll am 7. November verkündet werden. In Thüringen weiche das endgültige Ergebnis allerdings - wenn überhaupt - nur äußerst geringfügig vom vorläufigen ab, ergänzte das Büro des Landeswahlleiters.

Zwischen vorläufigem und endgültigem Ergebnis kann es zu Abweichungen kommen, wenn es etwa Fehler bei der Übermittlung von Daten gab. Außerdem können beim Auszählen Zweifelsfälle bei der Bewertung von Stimmzetteln aufgetaucht sein: Ist eine Stimme gültig oder nicht?

Für das endgültige Ergebnis vergleichen die Kreiswahlleiter die Zahlen der Schnellmeldungen aus der Wahlnacht mit den Niederschriften der Gemeindewahlleiter. In diesen weisen die Gemeindewahlleiter auch auf unklare Fälle bei Wahlzetteln hin. Der Kreiswahlleiter prüft diese dann für das endgültige Wahlergebnis noch einmal.

So können beispielsweise insgesamt mehr gültige Stimmen festgestellt werden. Dann müsste eine Partei dementsprechend auch mehr Stimmen erreichen, um auf den Anteil von fünf Prozent zu kommen.

Die FDP hatte - nach dem vorläufigen Ergebnis - bei der Landtagswahl am Sonntag die Fünf-Prozent-Hürde haarscharf übersprungen. Laut Landeswahlleitung lag sie genau fünf Stimmen darüber.

(atrie/dpa)