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Landtagswahl 2021 Rheinland-Pfalz: Hochrechnung & Ergebnisse in der Übersicht

Hochrechnungen und Ergebnisse : SPD gewinnt Landtagswahl in Rheinland-Pfalz klar

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihre SPD sind die klaren Gewinner der Wahl in Rheinland-Pfalz. Die Christdemokraten fuhren das bisher schlechteste Ergebnis ein. Hier finden Sie Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse.

In Kostenpflichtiger Inhalt Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Landtagswahl Hochrechnungen zufolge klar für sich entschieden. Die Sozialdemokraten kamen laut Hochrechnungen von ARD und ZDF am Sonntag auf 36,1 beziehungsweise 35,7 Prozent der Stimmen. Die CDU mit Spitzenkandidat Christian Baldauf stürzte laut ARD und ZDF auf 27,6 Prozent ab - und würde damit auf ihr bislang schlechtestes Ergebnis in dem Bundesland abrutschen.

Die Freien Wähler lagen in den Hochrechnungen zwischen 5,3 und 5,4 Prozent und könnten erstmals den Einzug in den Landtag schaffen. Die AfD wurde in den Hochrechnungen zwischen 8,3 und 8,6 Prozent gesehen, die Grünen bei 9,3 Prozent, die FDP bei 5,5 beziehungsweise 5,6 Prozent.

Die jüngsten Hochrechnungen und später die Ergebnisse finden Sie stets in den Grafiken.

Bei der Wahl 2016 war die SPD mit Dreyer klar stärkste Kraft geworden, obwohl die CDU mit der damaligen Spitzenkandidatin Julia Klöckner in Umfragen zuvor lange geführt hatte. Auch diesmal hatten die Umfragen lange die CDU - in dem Fall mit Baldauf - vorne gesehen, in den vergangenen Wochen veränderte sich dann das Bild.

2016 war die SPD auf 36,2 Prozent der Stimmen gekommen, die CDU auf 31,8 Prozent. Dahinter lag vor fünf Jahren die AfD mit 12,6 Prozent. Die FDP war seinerzeit mit 6,2 Prozent wieder in den Landtag zurückgekehrt, den Grünen gelang damals mit 5,3 Prozent knapp der Verbleib im Landtag.

Die SPD regiert seit 1991 in Rheinland-Pfalz und damit so lange wie in keinem anderen westlichen Flächenbundesland. Dreyer steht seit 2013 an der Spitze der Landesregierung, damals folgte sie auf Kurt Beck. Sie ist die erste Frau in dem Amt in Rheinland-Pfalz.

Zur Stimmabgabe aufgerufen waren rund 3,1 Millionen Rheinland-Pfälzer. Schon vor der Öffnung der Wahllokale hatten wegen der Corona-Pandemie viele von der Briefwahl Gebrauch gemacht, der Anteil der Briefwähler war so hoch wie nie. Vor fünf Jahren lag er bei knapp 31 Prozent. Entscheiden konnten sich die Bürger diesmal zwischen zwölf Parteien und einer Wählervereinigung.

Dem Landtag in Mainz gehören in der Regel 101 Abgeordnete an. Erringt eine Partei aber mehr Direktmandate in den 52 Wahlkreisen, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen würden, kommt es zu Überhang- und Ausgleichsmandaten. Dann ziehen auch für die anderen Parteien weitere Kandidaten in den Landtag ein, bis das Verhältnis wieder einigermaßen stimmt.

(bora)