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Lambrecht: "Die Aufklärung, wer Herrn Nawalany vergiftet hat, muss Russland betreiben"

Justizministerin : „Die Aufklärung, wer Herrn Nawalany vergiftet hat, muss Russland betreiben“

Zwischen der Bundesregierung und dem Kreml kommt es zu immer schärferen Tönen über den Fall des vergifteten russischen Oppositionellen Alexej Nawalny. Die Bundesregierung bleibt bei ihrer Haltung, dass Moskau die Aufklärungsarbeit leisten muss.

Der Fall des vergifteten Kreml-Kritikers Alexey Nawalny sorgt für wachsende Verstimmung zwischen Deutschland und Russland. „Es ist Zeit, dass die Karten auf den Tisch gelegt werden, und es ist klar, dass Berlin blufft und ein kleines schmutziges politisches Spiel betreibt“, sagte eine Sprecherin des russischen Außenministeriums. Sie erklärte, man erwarte den deutschen Botschafter in Moskau am Mittwoch zum Gespräch.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) verweist hingegen auf Russland: „Wir haben gegenüber der russischen Regierung ganz deutlich gemacht, dass aus unserer Sicht feststeht, dass Herr Nawalny mit einem Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde“, sagte Lambrecht unserer Redaktion. Es handele sich um einen russischen Staatsbürger, der auf russischem Staatsgebiet vergiftet worden sei.

„Deswegen kann auch nur die russische Regierung dafür sorgen, den Fall aufzuklären und die Verantwortlichen zu finden“, betonte die Ministerin. „Dazu haben wir die russische Regierung aufgefordert.“ Das russische Rechtshilfeersuchen ist nach Angaben Lambrechts an die Berliner Justiz weitergeleitet worden. Sie betonte zugleich: „Aber die Aufklärung, wer Herrn Nawalany vergiftet hat, muss Russland betreiben.“

(qua)