Länderfinanzausgleich: 1,2 Milliarden Euro für Nordrhein-Westfalen

Rekordsumme bei Umverteilung: 1,2 Milliarden Euro für NRW beim Länderfinanzausgleich

Deutschland hat im vergangenen Jahr erneut eine Rekordsumme zwischen armen und reichen Bundesländern umverteilt: Beim Länderfinanzausgleich flossen insgesamt 11,2 Milliarden Euro. Mit 1,2 Milliarden Euro ist Nordrhein-Westfalen hinter Berlin zweitgrößter Empfänger.

Deutschland hat 2017 erneut eine Rekordsumme zwischen armen und reichen Bundesländern umverteilt: Beim Länderfinanzausgleich flossen insgesamt 11,2 Milliarden Euro. Mit 1,2 Milliarden Euro ist Nordrhein-Westfalen hinter Berlin zweitgrößter Empfänger.

11,2 Milliarden Euro sind ein Zuwachs von 0,56 Milliarden beziehungsweise 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Bundesfinanzministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Ähnliche Zahlen hatte Bayern als größter Zahler bereits zu Jahresbeginn errechnet.

Hintergrund sind eklatante Unterschiede in der Finanzkraft. Selbst das einnahmestärkste ostdeutsche Bundesland Brandenburg steht schlechter dar als das Saarland, das einnahmeschwächste im Westen. Die westdeutschen Länder lagen bei bis zu 154,2 Prozent des bundesweiten Durchschnitts, die ostdeutschen Länder bei maximal 68,8 Prozent. Insgesamt 69 Prozent der Ausgleichszahlungen flossen in den Osten.

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Bayern war mit 5,89 Milliarden Euro 2017 erneut größter Einzahler in den Finanzausgleich, schulterte aber einen etwas geringeren Anteil als im Jahr davor. Weitere Geberländer waren Baden-Württemberg (2,8 Milliarden) und Hessen (2,5 Milliarden). Auch Hamburg war mit 40 Millionen Euro erstmals Geber. Größter Profiteur war erneut Berlin, das 4,2 Milliarden Euro erhielt, 37,8 Prozent der Gesamtsumme. Dahinter folgt Nordrhein-Westfalen mit einer Förderung von 1,2 Milliarden Euro, Sachsen erhält mehr als 1,1 Milliarden Euro.

Die geltenden Regelungen des Finanzausgleichs laufen 2019 aus. Der Länderfinanzausgleich im engeren Sinne wird dann in seiner derzeitigen Form abgeschafft.

(gaa)
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