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Ladesäulen für Elektroautos: Deutschland fördert ein Schnellladenetz

Langstrecke im Blick : Bundestag fördert ein Schnellladenetz für E-Autos

Damit die Nutzung von Elektroautos einfacher und damit attraktiver wird, will Deutschland den Aufbau eines Schnellladenetzes vorantreiben. Bislang gibt es kaum Ladesäulen mit einer Leistung von mehr als 150 Kilowatt.

Den Ausbau eines Schnellladenetzes für Elektroautos bezweckt ein Gesetz, das der Bundestag am späten Donnerstagabend verabschiedet hat. Danach soll dank staatlicher Förderung bis zum übernächsten Jahr in Deutschland ein öffentliches Netz mit 1000 schnellen Ladesäulen entstehen, die jeweils eine Leistung von über 150 Kilowatt haben.

Bau und Betrieb der Stationen werden ausgeschrieben: Wer die geringsten Subventionen fordert, erhält den Zuschlag. Dabei sollen attraktive Standorte mit abgelegeneren in sogenannten Losen zusammengefasst werden, um eine lückenlose Stromversorgung zu garantieren.

Gerade das schnelle Laden gilt für die Langstreckentauglichkeit von E-Autos als entscheidend. Nach Angaben des Verkehrsministeriums gibt es aktuell aber erst rund 800 Ladepunkte mit mehr als 150 Kilowatt - etwa 2,4 Prozent der gesamten öffentlich zugänglichen Ladesäulen in Deutschland. Die Wirtschaft beklagt, derzeit könnten Ladesäulen noch nicht wirtschaftlich betrieben werden. Deshalb sind im Gesetz langfristige Verträge mit den Unternehmen geplant, die die „Schnellladehubs“ nach einer europaweiten Ausschreibung errichten und betreiben sollen.

Zwar ist die Zahl der neuzugelassenen Elektroautos - getrieben von höheren staatlichen Prämien - zuletzt stark gestiegen. Noch immer aber dominieren vor allem Benziner und Diesel. Die Elektromobilität spielt eine wichtige Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, damit Klimaziele im Verkehr erreicht werden können.

(peng/dpa/Reuters)