Kurzhaarerlass: Regierung will Gesetz überarbeiten

Nach Feldwebel-Beschwerde : Regierung überarbeitet Kurzhaar-Erlass für Soldaten

Ein Feldwebel hatte sich beschwert, dass er als Mann keine langen Haare tragen darf – Frauen hingegen schon. Das Verteidigungsministerium will nun mit einem neuen Gesetzesentwurf reagieren.

Das Bundesverteidigungsministerium hat eine schnelle gesetzliche Regelung angekündigt, damit Soldaten auch künftig nur kurze Haare tragen dürfen. Man werde jetzt zügig darangehen, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, kündigte ein Sprecher am Freitag in Berlin an. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte am Vortag eine Beschwerde eines Stabsfeldwebel dagegen zurückgewiesen, dass er keine langen Haar tragen darf, aber eine Überarbeitung der entsprechenden Regelung verlangt.

Gleichstellung sei zwar ein sehr hohes Gut auch in der Bundeswehr, sagte der Ministeriumssprecher, aber für den Haar- und Barterlass gebe es auch „militärische Erfordernisse“.

Dem Erlass der Bundeswehr zufolge dürfen die Haare von Soldaten Ohren und Augen nicht bedecken. Bei aufrechter Kopfhaltung darf die Frisur Uniform- und Hemdkragen nicht berühren. Soldatinnen hingegen dürfen ihre Haare in solchen Fällen zum Zopf binden.

(cpas/dpa)
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