Tausende zu Protesten erwartet: Kultusminister-Konferenz will Hochschulreformen

Tausende zu Protesten erwartet : Kultusminister-Konferenz will Hochschulreformen

Berlin (RPO). Die Kultusminister-Konferenz (KMK) will bei ihrem Treffen in Bonn am heutigen Donnerstag auf Reformen der Universitäten dringen. Tausende Studenten, Schüler und Auszubildende wollen am Rande der Konferenz für Bildungsreformen demonstrieren. Nach Polizeiangaben werden rund 5000 Protestteilnehmer erwartet.

"Die KMK hat bereits im Herbst auf ihrer Sitzung in Mecklenburg einen Maßnahmenkatalog beschlossen. Jetzt liegt die Umsetzung zu großen Teilen in den Händen der Universitäten. Das wollen wir heute auch anmahnen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der KMK, Ludwig Spaenle (CSU), im "ARD-Morgenmagazin".

Die Prüfungen sollen nach dem Willen der KMK auf das "notwendige Maß" beschränkt werden. "Das heißt konkret, dass pro Modul, pro abzuleistender akademischer Einheit, nur noch eine Prüfung vorgesehen sein soll", sagte Spaenle.

Der KMK-Vizevorsitzende kündigte "eine wirkliche Korrektur" an. So stehe etwa die Flexibilisierung der starren Regelung des bislang sechssemestrigen Bachelor-Studiums zur Diskussion.

Die Studierenden hätten mit ihrer Forderung nach Reformen im Bachelor- und Masterstudium recht, sagte der bayerische Kultusminister im Bayerischen Rundfunk. Mit der Beschränkung auf eine Prüfung pro Modul werde versucht, die "Stresssituation etwas zu entschärfen".

Bei der Gesamtstudiendauer von zehn Semstern inklusive des Masterstudiums solle es aber bleiben. In der Frage der Studiengebühren machte Spaenle den demonstrierenden Studenten kaum Hoffnung. "Da wir ja in der Kultusministerkonferenz das gesamte Spektrum der durch den Wähler beauftragten Regierungsformen haben, ist das nicht auf einen Konsens hinzuleiten", sagte der CSU-Politiker.

Hier geht es zur Infostrecke: 2009: Was die streikenden Schüler und Studenten wollen

(AFP/csr)
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