Konrad-Adenauer-Stiftung: Respekt gegenüber Politikern, Lehrern und Polizisten nimmt ab

Untersuchung der Konrad-Adenauer-Stiftung : Deutsche haben immer weniger Respekt gegenüber Politikern, Lehrern und Polizisten

Polizisten, Politiker und Hausärzte haben einer Studie zufolge an Ansehen verloren. Am meisten aber büßten demnach Lehrer ein. Gewerkschaftler gewannen hinzu.

Die Deutschen haben einer Studie zufolge immer weniger Respekt gegenüber Politikern, Polizisten, Lehrern und Hausärzten. In der am Mittwoch von der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlichten Untersuchung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung schneiden Politiker am schlechtesten ab. Ihnen gegenüber haben nur 25 Prozent viel oder sehr viel Respekt.

Knapp dahinter folgen Journalisten, denen 32 Prozent viel oder sehr viel Respekt entgegenbringen. Auch Gewerkschafter, Lehrer, Pfarrer, Soldaten und Polizisten kommen nicht über 50 Prozent, wenn die Werte für viel und sehr viel Respekt addiert werden. Rettungskräfte erreichen 57 Prozent. Viel Respekt erfahren mit 75 Prozent Hausärzte, mit 72 Prozent Professoren und mit 68 Prozent Richter.

Dennoch büßten Hausärzte viel an Anerkennung ein. 21 Prozent der Befragten gaben an, dass Hausärzte früher mehr Anerkennung genossen hätten. Am meisten Respekt büßten mit einem Minus von 28 Prozentpunkten Lehrer ein. Nur Gewerkschafter gewannen für Prozentpunkte hinzu.

Politiker sind laut der Studie im Osten unbeliebter als im Westen und werden von Frauen mehr geschätzt als von Männern. Bei Bürgern mit Präferenz für die AfD schnitten Politiker mit sechs Prozent mit großem Abstand am schlechtesten ab.

(zim/AFP)