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Kommunalwahlen in Bayern laufen schleppend an

CSU will Münchener Rathaus übernehmen : Kommunalwahlen in Bayern laufen schleppend an

Schleppender Start bei den Kommunalwahlen in Bayern: Nach Öffnung der Wahllokale am Sonntagmorgen erschienen bis mittags vielerorts deutlich weniger Wähler als 2008. Mehrere Städte meldeten aber ein Rekordinteresse an der Briefwahl.

Die Kommunalwahl gilt als Test, ob die CSU trotz zahlreicher Skandale ihre jüngsten Wahlerfolge wiederholen kann. Unter Führung von Parteichef Horst Seehofer hatte die CSU im September die absolute Mehrheit im Landtag zurückerobert und auch bei der Bundestagswahl stark abgeschnitten.

Mit besonderer Spannung wird zudem die Wahl in der Landeshauptstadt erwartet: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) darf nach mehr als zwei Jahrzehnten wegen der Altersgrenze nicht mehr antreten. Die CSU hofft, mit Herausforderer Josef Schmid den SPD-Kandidaten Dieter Reiter schlagen zu können. Die Umfragen deuten darauf hin, dass es am 30. März zu einer Stichwahl kommt.

In den gut 2000 bayerischen Kommunen werden die Gemeinderäte und Kreistage neu gewählt, zudem 19 der 25 Oberbürgermeister in den kreisfreien Städten und 58 der 71 Landräte. Insgesamt vergeben die über neun Millionen Wahlberechtigten fast 40.000 Mandate. Wahlberechtigt sind auch Bürger anderer EU-Staaten.

Bisher stellt die CSU 46 der 71 Landräte im Freistaat, die Freien Wähler 14 und die SPD 11. Von den drei größten Städten München, Nürnberg und Augsburg ist lediglich Augsburg CSU-regiert. 2008 hatten sowohl die CSU als auch die SPD Verluste erlitten. Die CSU ist dieses Mal optimistischer, hat aber anders als 2008 kein konkretes Wahlziel ausgegeben.

In der Landeshauptstadt München hatten bis 12.00 Uhr 7,5 Prozent der Wahlberechtigten in einem Wahllokal abgestimmt. 2008 waren es um diese Zeit 10,6 Prozent. Auch in Augsburg und Regensburg war die Beteiligung niedriger als vor sechs Jahren. Nürnberg meldete dagegen eine Steigerung, allerdings wurden hier die Briefwähler mit einberechnet.

(dpa)