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Kommetar: Wildtiere haben im Zirkus nichts verloren - Verbot ist richtig

Ministerin gegen Verbot : Wildtiere haben im Zirkus nichts verloren

Häufige Transporte, beengte Käfige oder auch unzureichende tierärztliche Versorgung lassen kaum einen anderen Schluss zu, als dass es sich bei Wildtieren im Zurkus um fortgesetzte Tierquälerei handelt. Damit muss endlich Schluss sein.

Wildtiere im Zirkus sind ein Anachronismus. Sie stehen für das längst überholte und lange missverstandene Konzept, dass der Mensch sich die Erde und damit auch die Tierwelt untertan mache. Die Zuschauer sollen sich daran ergötzen, wie Elefanten, Tiger oder Kamele auf des Menschen Kommando dieses oder jenes Kunststück vorführen – nicht selten erzwungen durch jahrelangen Drill.

Häufige Transporte, beengte Käfige oder auch unzureichende tierärztliche Versorgung lassen kaum einen anderen Schluss zu, als dass es sich um fortgesetzte Tierquälerei handelt. Befürworter der Dressur-Nummern verweisen zwar gern darauf, dass diese Tiere eine wertvolle Aufgabe erfüllen, indem sie die Menschen, insbesondere auch Kinder, mit Wildtieren in Kontakt bringen. Nur so könnten diese ein Verhältnis zu Tieren entwickeln, die größtenteils vom Aussterben bedroht sind. Und sich später bestenfalls sogar für solche Tierarten einsetzen.

Dafür aber braucht es keine Tiere im Zirkus. Diese Rolle können Zoos viel besser erfüllen, weil sie für artgerechtere Haltung sorgen können. Und weil sie mit Zucht-Erfolgen auch zum Erhalt vieler Rassen beitragen. Wildtiere in Zirkussen aber sollte Ministerin Julia Klöckner schleunigst verbieten.