Kommentar zur Vorsitzenden-Suche Nur SPD-Kandidaten aus der politischen Mitte können es richten

Meinung | Düsseldorf · Immer mehr Kandidaten werfen ihren Hut für den SPD-Parteivorsitz ins Rennen. Jetzt haben sich unter anderem Olaf Scholz und Boris Pistorius zu einer Kandidatur entschieden. Die zahlreichen Kandidaten sind gut für die SPD, meint unser Autor.

 Die SPD ist auf der Suche nach einem Vorsitzenden oder einem Vorsitzendem-Duo.

Die SPD ist auf der Suche nach einem Vorsitzenden oder einem Vorsitzendem-Duo.

Foto: Markus Weissenfels

Das „schönste Amt neben Papst“ (Franz Müntefering über den SPD-Vorsitz) scheint nun doch ein paar mehr Genossen anzulocken als nur jene, die eine destruktive Anti-Regierungspolitik machen und die Linkspartei kopieren wollen. Der rauflustige niedersächsische Innenminister Boris Pistorius steht für den verkümmerten Otto-Schily-Flügel, für jene, die wissen, dass eine robuste Sicherheitspolitik Politik für die Schwächsten in der Gesellschaft ist. Sein Pendant, die sächsische Ministerin Petra Köpping, hat sich in der Integrationspolitik mit unkonventionellen Ideen Meriten erworben. Und nun steht auch SPD-Finanzminister Olaf Scholz, der Mann, der in der liberalen Großstadt Hamburg für die SPD die absolute Mehrheit (!) erringen konnte und mit seinem Motto „solides Regieren“ auch jenseits der Kernklientel Akzeptanz findet, bereit. Vielleicht kommt auch noch der smarte Generalsekretär Lars Klingbeil. Richtig so.