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Kommentar zum Baukindergeld: Keine geschickte Idee

Kommentar zur Familienförderung : Das Baukindergeld ist keine geschickte Idee

Das Baukindergeld ist keine besonders geschickte Idee, wenn es darum geht, jungen Familien den Eigenheimerwerb zu ermöglichen. Besser wäre es, wenn die Länder die Grunderwerbsteuer senken würden.

Es wird vor allem die Immobilienpreise weiter nach oben treiben - mit dem Geld der Steuerzahler. Zudem lassen sich Mitnahmeeffekte nicht vermeiden, denn allzu viele Familien würden sich auch ohne die staatliche Subvention ihren Wunsch nach einer eigenen Immobilie erfüllen. Diese Nachteile werden nun auch nicht dadurch geheilt, dass die Regierung die Antragszeit auf Ende 2020 befristet. Eher dürfte dieses gesetzte Enddatum dazu führen, dass sich der Preistrend nach oben beschleunigt. Zudem ist es ungerecht, dass Jüngere, die noch nicht in der Lage sind, ein Eigenheim zu erwerben, wegen der Befristung leer ausgehen.

Besser als das Baukindergeld wäre eine Übereinkunft des Bundes mit den Ländern, die Grunderwerbsteuer deutlich zu senken. Sie war in den vergangenen Jahren schrittweise immer wieder erhöht worden, gerade auch in NRW. Unerträglich ist, dass der Bund mit dem Baukindergeld auf der einen Seite Steuergeld ausgibt, das die Länder auf der anderen Seite durch die viel zu hohe Grunderwerbsteuer wieder einstreichen. Dass die eine staatliche Ebene die andere subventioniert, ist ein Witz.