Kommentar zu den umstrittenen Aufgaben des Mathematik-Abiturs

Kommentar zum Mathe-Abi : Unterricht verbessern

Man muss in der Zeit nicht weit zurückgehen, da bestanden Matheaufgaben im Abitur zumeist aus nüchternem Text, der den Schülern einen abstrakten Sachverhalt darlegte, den es zu lösen galt. Einen Bezug zur Realität hatten die Aufgaben nicht. Das hat sich geändert.

Die Schüler lösen heute nicht einfach nur Aufgaben, sie lösen alltagsnahe Probleme. Das führt zu mehr Text. Und genau hier liegt Jahr für Jahr meist das Problem.

Es ist nicht die Schwierigkeit der Aufgabe an sich, an der die Schüler mitunter verzweifeln. Es ist die Textmenge, die verunsichern kann. Heutzutage wird von den Schülern erwartet, wie ein Mathematiker zu denken. Sie sollen analysieren, kreativ sein. Eine gute Vorbereitung auf das Abitur kann viel Unsicherheit nehmen. Und hier kommen natürlich die Lehrer ins Spiel. Denn der Unterricht muss auf die neuen Standards ausgerichtet sein. Der Chef der Bildungsvergleichsstudie Pisa, Andreas Schleicher, bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, dass die deutschen Schüler nicht leichtere Abituraufgaben, sondern besseren Unterricht verdient haben.

Mehr von RP ONLINE