Kolumne: Total digital: Das Auto der Zukunft

Kolumne: Total digital : Das Auto der Zukunft

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Ihnen völlig unerwartet jemand begegnet, der Ihr Leben umkrempelt? Sie spüren dieses Kribbeln im ganzen Körper, das Sie sich selbst kaum erklären können. Sie wissen: Nichts ist mehr so, wie es mal war! So geht es mir gerade mit meinem neuen Auto. Kein gewöhnliches Auto, ein E-Auto.

Noch sind Elektromobile wenig mehr als Prototypen, doch ihre Zeit wird kommen.

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Ihnen völlig unerwartet jemand begegnet, der Ihr Leben umkrempelt? Sie spüren dieses Kribbeln im ganzen Körper, das Sie sich selbst kaum erklären können. Sie wissen: Nichts ist mehr so, wie es mal war! So geht es mir gerade mit meinem neuen Auto. Kein gewöhnliches Auto, ein E-Auto.

Ich weiß, was Sie jetzt denken: Elektrische Automobile gibt es doch schon lange! Wer will die schon? Zu klein, zu unausgereift, zu teuer. Sie haben recht. Und doch fühlt es sich an wie mit dem ersten iPhone. Erinnern Sie sich? Wer es einmal in der Hand hatte, wollte nie wieder ein Klapphandy.

Einen solchen iPhone-Moment verspüre ich gerade mit meinem E-Mobil: Ein kurzer Tapser nur auf das Strompedal, und der Wagen zieht ab, als hätten Sie eine Rakete gezündet. Das geschieht alles vollkommen geräuschlos! Und ohne Gestank. Sie tanken bequem zu Hause über Nacht, das geht sogar an der gewöhnlichen 230-Volt-Steckdose. Zugegeben, die meisten E-Mobile, die zur Zeit auf dem Markt sind, sind wenig mehr als Prototypen. Mein BMW i3 zum Beispiel kostet mit seinen rund 40.000 Euro ein Vermögen. Doch viele Hotels und Geschäfte locken mit Gratis-Ladeplätzen. Damit sparen Sie Hunderte, wenn nicht gar Tausende Euro jedes Jahr.

Seriell gefertigte E-Autos schaffen heute gerade mal 200 Kilometer mit einer Ladung. Danach müssen sie für eine bis drei Stunden an die Stromsäule. Aber bereits die nächste Generation soll 600 Kilometer schaffen, bei einer Ladedauer von nur noch 15 Minuten! Ab 2020 erwarten uns bei Audi, BMW, Mercedes und Volkswagen E-Mobil-Flotten, die dann auch preislich attraktiv sein dürften. Was wieder mal beweist: Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Richard Gutjahr ist Moderator für das Bayerische Fernsehen und Blogger. Ihre Meinung? Schreiben Sie unserem Autor: kolumne@rheinische-post.de

(RP)
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