Kolumne Hier in NRW Versprochen ist versprochen

Düsseldorf · NRW-Ministerin Ina Scharrenbach löst Versprechen ein und stockt die Denkmalpflege auf.

 NRW-Ministerin Ina Scharrenbach.

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach.

Foto: dpa/Federico Gambarini

In NRW gibt es rund 80.000 Baudenkmäler und ungefähr 5800 Bodendenkmäler wie zum Beispiel antike Mauerwerke. Die Kulturszene beklagt seit Jahren, dass ein großer Teil dieser Denkmäler mehr oder minder dem Verfall ausgesetzt ist, weil das Geld für deren Pflege fehlt.

Ganz nebenbei und von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) nun ein kleines Versprechen aus dem Koalitionsvertrag eingelöst: Sie hat die Mittel für Denkmalpflege um 6,1 Millionen Euro aufgestockt und stellt für das laufende Jahr rund zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

 Kolumnen-Autor Thomas Reisener.

Kolumnen-Autor Thomas Reisener.

Foto: Ronny Hendrichs

1,2 Millionen Euro davon sollen als Pauschalmittel an über 170 Kommunen für kleinere Maßnahmen privater Denkmal-Eigentümer gehen. Dabei geht es meist um Baudenkmäler. „Die deutliche Erhöhung der Fördermittel für die Denkmalpflege ermöglicht es, gerade das große Engagement von Privaten in unserem baukulturellen Erbe nach Jahren ohne oder nur sehr geringer Zuschussförderung wieder unterstützen zu können“, sagt Scharrenbach und setzt damit eine Spitze gegen die rot-grüne Vorgängerregierung. Diese hatte die Denkmalförderung überwiegend in Form von Darlehen organisiert. Viele Privateigentümer waren nicht mehr zu Investitionen in ihre Denkmäler bereit.

Ein Blick auf die Mittel, die den Kommunen zufließen, offenbart große Unterschiede. So konnte Düsseldorf sich nur 126.000 Euro sichern, während Krefeld satte 578.900 Euro erhält und Mönchengladbach 525.800 Euro. Oberhausen bekommt sogar
597.000 Euro.

Baudenkmäler hin oder her: In den halbwegs ernst zu nehmenden Rankings der lebenswertesten Städte taucht Düsseldorf immerhin gelegentlich auf. Mönchengladbach, Krefeld oder Oberhausen hat man dort noch nie gesehen.

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