Hier in NRW: Süße Heimat NRW

Hier in NRW: Süße Heimat NRW

Ministerin Scharrenbach kann viel Geld ausgeben, um das Land heimeliger zu machen.

Ina Scharrenbach leitet ein buntes Ministerium. Die CDU-Politikerin ist für Wohnungsbau zuständig, für die Kommunen und für Gleichstellung. Alles anstrengende Ressorts. Nun ist es auch nicht so, als würde sich die Ministerin darum nicht kümmern. Am meisten aber macht die 41-Jährige zurzeit mit einem anderen Thema von sich reden: Heimat.

Scharrenbach ist nämlich auch die erste Heimatministerin von Nordrhein-Westfalen. Das bietet eine Menge Gestaltungsspielraum. Scharrenbach nutzte ihn, indem sie am vergangenen Wochenende zum ersten NRW-Heimatkongress nach Münster einlud, in die Heimat der Westfalen. Rheinländer, Lipper, Ruhrpottler und all die anderen, die in NRW leben, waren aber natürlich auch willkommen.

Anders als ihr Kollege, Bundesheimatminister Horst Seehofer, will Scharrenbach schließlich niemanden außen vor lassen. Heimat habe jeder in sich. Man nehme sie mit. Sie sei immer dabei, sagt die Ministerin.

Wer wüsste das besser als Heino. Der gebürtige Düsseldorfer aus Oberbilk hat in seiner Sänger-Karriere schon des Öfteren über den Tellerrand geblickt ("Blau, blau, blau blüht der Enzian") und ist sich doch immer treu geblieben.

  • Förderprogramme vorgestellt : Scharrenbach will Heimatgefühl in NRW stärken

Für die Rolle des Heimat-Botschafters in NRW, die ihm Scharrenbach neben dem Journalisten Hans Leyendecker und Ex-Fußballer Gerald Asamoah zugedenkt, ist Heino also wie geschaffen. Die Heimat-Botschafter machen das übrigens unentgeltlich. Auch für seinen Auftritt in Münster bekam Heino nichts.

Dabei wäre genug Geld vorhanden: Sage und schreibe 113 Millionen Euro kann Scharrenbach zur Pflege der Heimat ausgeben. Man könnte dafür allerdings auch drei neue Schulen bauen lassen - oder, um im Ressort der Ministerin zu bleiben, Hunderte neue Wohnungen. Damit jene, die NRW zu ihrer Heimat machen wollen, dann auch tatsächlich ein Dach über dem Kopf haben.

Ihre Meinung? Schreiben Sie unserer Autorin: kolumne@rheinische-post.de

(RP)