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Hier In Nrw: Nächstes Jahr geht es weiter mit den OB-Wahlen

Hier In Nrw : Nächstes Jahr geht es weiter mit den OB-Wahlen

Wen werden SPD und CDU in der Millionenstadt Köln als Kandidaten aufstellen? Auch in Krefeld, Leverkusen, Solingen und Wuppertal sind die Bürger 2015 zur Wahl aufgerufen. Duisburg ist allerdings ein Sonderfall.

So ist das in der Politik: Kaum ist eine Wahl vorbei, richtet sich der Blick der Parteien schon auf den nächsten Urnengang. Und der steht in NRW bereits 2015 an. Dann nämlich werden in all jenen Städten und Kreisen die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte gewählt, die in diesem Jahr ausgeklammert waren. Dort wollen die Hauptverwaltungsbeamten ihre sechsjährige Amtszeit bis 2015 voll ausfüllen. Sie haben daher nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, bereits in diesem Jahr den Weg für vorzeitige Neuwahlen freizumachen.

Im Mai (beziehungsweise bei der Stichwahl am 15. Juni) hat es in zehn NRW-Großstädten Oberbürgermeister-Wahlen gegeben. Spektakulär war der Politikwechsel in Düsseldorf und Mönchengladbach. Im nächsten Jahr werden SPD und CDU vor allem um das Spitzenamt in Köln, der einzigen Millionenstadt in NRW, kämpfen. Der amtierende Oberbürgermeister Jürgen Roters tritt nicht mehr an. Wen die SPD ins Rennen schickt, ist noch unklar. Möglicher Kandidat ist Norbert Walter-Borjans. Der gebürtige Krefelder war in der Domstadt Kämmerer, bevor er 2010 NRW-Finanzminister wurde. Aber entschieden ist noch nichts.

Auch die CDU muss einen geeigneten Kandidaten finden, der zudem - so will es CDU-Landeschef Armin Laschet nach seinen bitteren Erfahrungen mit dem gestürzten Düsseldorfer OB Dirk Elbers - ein Teamspieler sein soll. Der Kölner CDU-Vorsitzende Bernd Petelkau will dazu eine Findungskommission einberufen, an der sich auch die FDP beteiligen soll, um dem Kandidaten eine breite Rückendeckung zu sichern. Ob er selbst Interesse hat? Er wolle sich zum jetzigen Zeitpunkt auf die Funktion des Partei- und Fraktionsvorsitzenden konzentrieren, sagt Petelkau, der zurzeit heftig unter Beschuss von eigenen Parteifreunden steht. Sie werfen ihm vor, sich der Linkspartei annähern zu wollen. Petelkau weist das allerdings entschieden zurück.

Auch in elf anderen Großstädten - darunter Krefeld, Leverkusen, Solingen und Wuppertal - finden im kommenden Jahr OB-Wahlen statt. Ein Sonderfall ist Duisburg. Dort war nach der Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) 2012 der SPD-Politiker Sören Link für die Dauer von sechs Jahren gewählt worden. Demnach gibt es erst 2018 Neuwahlen. Wer gewinnt, kann sogar sieben Jahre lang - bis 2025 - die Amtskette tragen. Dann endlich wird auch in Duisburg die Kommunalwahl wieder an einem Tag mit der OB-Wahl erfolgen. Das ist auch viel bürgerfreundlicher als getrennte Wahlen. In den anderen Kommunen wird diese Koppelung bereits 2020 erreicht.

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(RP)