Kolumne Gott und die Welt: Konfirmanden als mündige Christen

Gott und die Welt : Konfirmanden als mündige Christen

Kirche tut der Gesellschaft gut. Anschauliches Beispiel sind 17.900 Jugendliche, die bis Pfingsten in den 694 Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland konfirmiert werden. In der Konfirmandenarbeit kommen Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen, Jugendliche mit Handicap oder besonderer Begabung, Mädchen und Jungen aus einer Familie mit evangelischem Hintergrund oder einem distanzierten Verhältnis zur Kirche, aus behüteten und sozial schwierigen Verhältnissen zusammen. Wie in kaum einem anderen gesellschaftlichen Raum lernen Jugendliche, was Gemeinschaft heißt.

In der Konfi-Zeit lernen junge Leute, wie unsere Gesellschaft menschlicher wird.

Kirche tut der Gesellschaft gut. Anschauliches Beispiel sind 17.900 Jugendliche, die bis Pfingsten in den 694 Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland konfirmiert werden. In der Konfirmandenarbeit kommen Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen, Jugendliche mit Handicap oder besonderer Begabung, Mädchen und Jungen aus einer Familie mit evangelischem Hintergrund oder einem distanzierten Verhältnis zur Kirche, aus behüteten und sozial schwierigen Verhältnissen zusammen. Wie in kaum einem anderen gesellschaftlichen Raum lernen Jugendliche, was Gemeinschaft heißt.

Hier erfahren sie, was unser christliches Menschenbild auszeichnet. Hier lernen sie, dass Empathie, Solidarität und Toleranz nicht nur der Kirche, sondern unserer Gesellschaft ein menschliches Gesicht geben. Hier bekommen sie ein Gespür dafür, dass jede und jeder einzelne Verantwortung für die Gruppe hat und niemand draußen stehengelassen werden soll. So wird ein Grundstein für ehrenamtliches Engagement gelegt.

Selbstverständlich lernen und erleben die Jugendlichen in der Konfi-Zeit auch, was der Glaube an Jesus Christus für ihr Leben bedeuten kann. Und der 23. Psalm ("Der Herr ist mein Hirte") sowie das Vaterunser kommen in dieser Zeit genauso vor wie die Gottesdienste - die sie am liebsten selbst mitgestalten möchten: lauter Dinge also, die diejenigen angehen, die zur Kirche gehören. Gerade weil die Konfirmandenarbeit junge Leute sprachfähig im christlichen Glauben macht, sie zu einem mündigen Christsein ermutigt und zu einem gemeinschaftlichen Miteinander anregt, stärkt sie aber zugleich unsere Zivilgesellschaft - und liefert gerade in Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und Hassbotschaften einen wichtigen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben.

Der rheinische Präses Manfred Rekowski schreibt hier an jedem vierten Samstag im Monat. Ihre Meinung? Schreiben Sie unserem Autor: kolumne@rheinische-post.de

(RP)
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