Kolumne: Frauensache: Männer, das dumme Geschlecht?

Kolumne: Frauensache : Männer, das dumme Geschlecht?

Das "British Medical Journal" hat den Darwin Award für besonders skurrile Todesfälle verliehen - 90Prozent der Geehrten waren dabei Männer.

Wie Forest Gump zu sagen pflegte: "Dumm ist der, der Dummes tut." Diese Erkenntnis hat das "British Medical Journal" nun konkretisiert: Der, der Dummes tut, ist meist ein Mann. In der Fachzeitschrift ist die Preisträgerliste des Darwin Awards ausgewertet worden. Der Award wird an Menschen verliehen, die sich auf besonders absurde Weise unbeabsichtigt aus dem Leben befördert haben. Und siehe da: 90 Prozent der Geehrten sind Männer.

Da ist etwa ein kanadischer Rechtsanwalt, der im 24. Stock eines Bürohauses demonstrieren wollte wie stabil die Verglasung ist und sich mit der Schulter gegen eine Glasscheibe warf. Die Scheibe hielt nicht. Oder ein Attentäter, der eine Briefbombe verschickte, allerdings mit zu wenig Porto. Der Brief kam zurück - er öffnete ihn. Preiswürdig war auch der Opernsänger, dessen Telefon morgens klingelte. Im Halbschlaf griff er auf den Nachttisch, bekam aber statt dem Telefonhörer seinen Revolver zu fassen, den er dort abgelegt hatte.

Männer sind eben risikobereiter als Frauen, weshalb sie öfter in Notaufnahmen landen und auch öfter bei Unfällen ums Leben kommen. Das Medical Journal nennt das die "Theorie der männlichen Idioten". Und Idioten machen nun mal idiotische Sachen.

Da es für tote Idioten bereits eine Ehrung gibt, sollen nun die Lebenden ausgezeichnet werden, und so wird hier der Forrest-Gump-Award für gelebte Dummheit ausgelobt. Nominiert sind:

Volker Kauder, Union-Fraktionschef: Kauder, einst Botschafter des Bieres, sagte einmal: "Zwei, drei Weizenbier am Tag, die müssen einfach sein." Vielleicht hatte er die intus, als er in der Debatte um die Frauenquote über Manuela Schwesig sagte: "Die Frau Familienministerin soll nicht so weinerlich sein." Angela Merkel entschuldigte sich für ihren Fraktionschef. Manchmal ist es in der Politik wie auf dem Pausenhof: Die Jungs ziehen den Mädchen an den Zöpfen, und Mutti muss es dann richten.

Bernd Lucke, AfD-Parteivorstand: In Günter Jauchs Sendung bestritt Lucke vehement, dass er die Anliegen von "Pegida" für "legitim" halte. Das sei eine Unterstellung der Medien. Als daraufhin Luckes Facebook-Seite mit seinem Posting: "Ich halte die Forderungen der "Pegida" für legitim, was nicht alle teilen werden" eingeblendet wurde, erklärte er: "Man hat manchmal Mitarbeiter, die schreiben Dinge auf..." Auch so Dinge und dazu noch zwei verschiedene sind Recht behalten und Recht haben.

Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister: Dobrindt hat eine PKW-Maut für Ausländer eingeführt. Keine Pointe.

Anmerkungen? Schreiben Sie unserer Autorin unter kolumne@rheinische-post.de

(RP)
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