Alt-Bundespräsident: Köhler stützt Wulff indirekt

Alt-Bundespräsident : Köhler stützt Wulff indirekt

Ex-Bundespräsident Horst Köhler hat bei einer CDU-Veranstaltung in NRW die Bedeutung von Politik und Parteien unterstrichen. Eine direkte Stellungnahme zur Wulff-Affäre vermeidet er.

Nur über die Bande mahnte der ehemalige Bundespräsident mehr Zurückhaltung in der Debatte um seinen Nachfolger Christian Wulff an. "Politiker haben einen schweren Job. Wir sollten deshalb auch ein bisschen Verständnis haben, wenn es manchmal knirscht", sagte er am Sonntag auf der CDU-Parteiveranstaltung im nordrhein-westfälischen Meckenheim.

Politiker seien notwendig. Manchmal werde dies aber "geradezu andersherum gedreht". Er wolle eine Lanze für die Politik brechen. Den Namen von Wulff nannte Köhler in seiner Rede aber nicht.

Köhler war im Mai 2010 nach umstrittenen Äußerungen über den Afghanistaneinsatz als Bundespräsident zurückgetreten. Bislang hatte er sich nicht zu der Kredit- und Medienaffäre um Wulff geäußert.

(APD)