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Klima-Streik: Aktivisten kündigen neue globale Protestwelle an

Protest vor der Bundestagswahl : Aktivisten kündigen neuen globalen Klima-Streik an

Die Klima-Bewegung Fridays for Future will zwei Tage vor der Bundestagswahl im September einen weltweiten Klimaprotest auf die Beine stellen. Protestiert werden soll an „hunderten Orten“ weltweit – darunter in etlichen deutschen Städten.

Die Klima-Aktivisten von Fridays for Future wollen zwei Tage vor der Bundestagswahl weltweit für mehr Klimaschutz demonstrieren. Das teilte die Organisation am Freitag mit. Demnach rufen die Aktivisten für den 24. September zum globalen Klimastreik „an hunderten Orten“ auf, darunter auch in zahlreichen Städten in Deutschland. Kurz vor der Wahl fordere Fridays for Future eine sozial gerechte Klimapolitik, sagte FFF-Mitorganisatorin Carla Reemtsma am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

„Während die Folgen der Klimakrise mit Hitzewellen, Dürren und Überflutungen weltweit Menschen töten, treiben die Industrienationen die Erderhitzung durch ihre Entscheidungen für Kohle, Öl und Gas weiter an“, sagte Reemtsma. Die kommende Regierung entscheide über die Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze. Gemeint ist die Verpflichtung der Staatengemeinschaft aus dem Pariser Klima-Abkommen, die Erde nicht heißer werden zu lassen als 1,5 Grad mehr im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter.

Die Aktivisten werfen der Bundesregierung vor, nicht genug dafür getan zu haben, eine weitere Erwärmung der Erde mit möglicherweise verheerenden Folgen zu verhindern. Neben dem globalen Klimastreik seien im Sommer zahlreiche Aktionen, auch mit Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften geplant, kündigte Fridays for Future an.

Der für September geplante Streik ist bislang der achte globale Aktionstag der Bewegung seit ihrer Gründung im Sommer 2018. Der letzte weltweite Protest war am 19. März dieses Jahres.

(th/dpa)