Kindergeld: Nur ein Prozent geht ins Ausland

Daten der Arbeitsagentur : Nur ein Prozent des Kindergelds geht ins Ausland

Mehr als 98 Prozent der Kinder, für die der Staat Kindergeld bezahlt, lebten Ende 2018 in Deutschland. Um Sozialleistungsmissbrauch zu begrenzen, will die Bundesregierung die Bedingungen für Zahlungen ins europäische Ausland verschärfen.

Das geht aus aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Demnach lebten nur 1,9 Prozent der über 15 Millionen Kinder in anderen EU-Ländern. Von knapp 37 Milliarden Euro, die der Staat für das Kindergeld im Jahr 2018 ausgegeben hat, flossen nur ein Prozent auf ausländische Konten.

Rund 20 Prozent der Kinder, für die Kindergeld ausgezahlt wird, haben den Daten zufolge nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Um Sozialleistungsmissbrauch zu begrenzen, will die Bundesregierung jetzt die Bedingungen für Kindergeldzahlungen ins europäische Ausland verschärfen. EU-Bürger, die neu nach Deutschland ziehen, sollen zum Beispiel in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts kein Recht mehr auf das Kindergeld haben. Der entsprechende Gesetzentwurf wird heute im Bundestag erstmals beraten.

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